Schlechter Stil des Regierungspräsidiums (Söllingen Bahnwinkel)

Ein Artikel im Amtsblatt sorgte für helle Aufregung bei der Söllinger Bevölkerung. Das RP teilt ohne Angabe von Terminen mit, dass die Unterführung im Bahnwinkel geschlossen werden muss. Eine Nachfrage unsererseits im gestrigen Gemeinderat ergab, dass auch die Pfinztaler Verwaltung nicht informiert worden war. Allerdings hat unser Bauamt gleich nachgefasst und konnte berichten, dass die Arbeiten an der Bahnwinkelbrücke erst nach Fertigstellung der Fußgängerunterführung am Bahnübergang beginnen sollen. Es geht jetzt erst einmal nur um die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens, in dessen Rahmen die Gemeinde sowieso angehört werden muss. Eine transparente Berichterstattung sieht anders aus und hätte viel Bürgerunmut verhindern können.

Gute Nachricht für Papiersammelvereine

(von Gemeinderätin Dagmar Elsenbusch)

Gerade eben wurde mir von meinen Kreisratskollegen aus der Bürgermeisterversammlung berichtet, dass der Landrat jetzt grünes Licht für die Vereine gegeben hat, allerdings mit bestimmten Auflagen: 2 Leute für die Papierannahme, usw.

Wie geht es mit dem Kleinsteinbacher Rathaus weiter?

Mit dieser Frage beschäftigte sich der Technik - und Umweltausschuss in seiner letzten Sitzung. Seit dem Umzug der Ortsverwaltung in die barrierefrei zugänglichen Räume der Volksbank steht das Rathausgebäude leer. Im Herbst vergangenen Jahres sprach sich der Ortschaftsrat Kleinsteinbach nach einer ausgiebigen Begehung des Gebäudes für dessen Ausschreibung zum Verkauf aus, allerdings unter der Bedingung, dass potentielle Interessenten ein Nutzungskonzept vorlegen müssten. Hierbei schwebte den Mitgliedern des Ortschaftsrats die Nutzung des Erdgeschosses als Café, Eisdiele o.ä. und die Überlassung des Obergeschosses an Vereine, Krabbelgruppen o.ä. vor. Diese Entscheidung erfolgte vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass allein die notwendige Dach- und Heizungssanierung zwischen 250.000,- und 300.000,- € kosten würde und anderweitige Nutzungen mit der derzeitigen Raumaufteilung nicht denkbar seien.

Nach dem Beschluss des Ortschaftsrats befasste sich die Verwaltung nochmals mit der Thematik mit dem Ergebnis, nun von einem Verkauf des zentral gelegenen Grundstücks mit städtebaulichem Entwicklungspotential abzuraten und stattdessen erneut über das weitere Vorgehen zu beraten. Dem schloss sich die SPD-Fraktion gerne an, und stimmte auch dem Vorschlag zu, den Standort nochmals auf Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere auch hinsichtlich einer Seniorenwohnanlage zu überprüfen. „Vor einer endgültigen Entscheidung des Gemeinderats, sollten aber unbedingt die Kleinsteinbacher Bürger*innen einbezogen werden“, so Ortschaftsrätin Miriam Hüttner.

Kommentar zum Biotopverbundkonzept

v. GR Dagmar Elsenbusch, SPD, Gemeinderat vom 23.3.

Die weitgehend intakte Natur um Pfinztal herum ist unser Pfund.
Viele Familien drängen aus den Großstädten heraus auf das Land, damit ihre Kinder und sie selbst noch Natur erleben können. Diese Natur müssen wir erhalten und pflegen. Unter anderem durch Maßnahmen, wie im Landesnaturschutzgesetz vorgeschrieben, durch ein Biotopverbundkonzept.

Das vom beauftragten Büro FaktorGrün vorgelegte Konzept ist fundiert und detailreich. Alle Pfinztaler Biotope sind aufgelistet, sowie deren Stärken und Schwächen nachvollziehbar dargelegt. Als oberste Priorität wird der Erhalt der Streuobstwiesen gesehen. Dem schließen wir uns gerne an und erwarten nun von der Verwaltung, dass uns konkrete diesbezügliche Vorschläge gemacht werden.

Die Streuobstwiesen bestimmen maßgeblich unser Landschaftsbild und tragen in hohem Maße zur Schönheit unserer Natur bei. Wem geht nicht das Herz auf, wenn er um Pfinztal herum wandert und rechts und links diese naturbelassenen Wiesen bewundern kann?

Wer genauer hinschaut, erkennt aber, dass mittlerweile viele dieser Flächen nicht mehr intakt sind: Bäume müssten beschnitten werden, aufkommendes Buschwerk beseitigt werden. In vielen Fällen können die Eigentümer aus Altersgründen nicht mehr dieser Arbeit nachgehen. Oder sie sind verstorben und die Erben wohnen weit weg oder verfügen nicht über die erforderlichen Kenntnisse. Deshalb schlägt die SPD-Fraktion vor, dass die Verwaltung in Zusammenarbeit mit den für diese Aufgaben immens wichtigen Obst- und Gartenbauvereinen, aber auch mit eigener Manpower diese Arbeiten übernimmt. Wir sind gerne bereit, dafür unserem Bau- und Umweltamt ein Budget zur Verfügung zu stellen.

Auch alle anderen vorgeschlagenen Maßnahmen finden unsere volle Unterstützung und sollten zügig angegangen werden.

Das Konzept könnt ihr hier herunterladen.

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