Kommunalpolitik
Nach den konträren Aussagen im Amtsblattartikel der CDU-Fraktion vor zwei Wochen, dem der ULiP vor einer Woche und dem offenen Brief des BUND Pfinztal an die CDU haben wir als Fraktion SPD/ULiP inzwischen den Versuch unternommen, die Aussagen einem „Faktencheck“ zu unterziehen, wie dies heutzutage ja gerne gemacht wird:
Fakt ist nach unserer sicheren Kenntnis, dass jedwede Untersuchungen zwecks Ausweisung eines Naturschutzgebietes vom Regierungspräsidium – und nicht von der Gemeinde – gemacht (und finanziert) werden und dass alle notwendigen Untersuchungsergebnisse für das geplante Gebiet rund um die Edergrube seit Jahren vorliegen; das Regierungspräsidium hat schon 2013 eine Würdigung für das Gebiet verfasst und diese 2022 noch etwas aktualisiert. Der Gemeinde sind hierzu keine Kosten entstanden.
Fakt ist nach unserer Kenntnis auch, dass beim Erwerb der aus dem alten Bebauungsplan herauszunehmenden Flächen durch die Gemeinde Fördergelder aus Naturschutzmitteln in Aussicht gestellt und beantragt wurden. Hierzu bitten wir jetzt die Gemeindeverwaltung um Auskunft, ob tatsächlich Fördergelder geflossen sind – wenn ja wie viele – und ob Rückforderungen zu erwarten sind.
Fakt ist außerdem, dass die Erreichbarkeit zwischen Berghausen und Söllingen auch im Falle einer (extrem seltenen, in den vergangenen Jahrzehnten nie vorgekommenen) Vollsperrung der B 10 durch die vorhandene Straßenführung hinreichend gegeben ist, jedenfalls deutlich besser als die Erreichbarkeit zwischen Söllingen und Kleinsteinbach. Ein Ausbau der Verbindung Reetzstraße – Am Stadion würde nur zu mehr Verkehr an Bildungszentrum und Kita entlang und durch die ohnehin kritische Straße "Am Bahnhofsplatz" führen.
Fazit: Die Aussagen von CDU/Bürgerliste sind für uns nicht nachvollziehbar.
Die SPD-Gemeinderatsfraktion hat der erneuten Erhöhung der Kitagebühren nicht zugestimmt. An erster Stelle bedanken wir uns ausdrücklich bei der Gemeindeverwaltung sowie allen Mitarbeitenden in unseren Kindertageseinrichtungen. Sie leisten täglich engagierte und verlässliche Arbeit und sorgen für eine qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kinder. Dieses Engagement verdient unsere Anerkennung.
Gerade weil frühkindliche Bildung und Betreuung eine so wichtige Grundlage für Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind, halten wir eine weitere finanzielle Belastung der Familien für den falschen Weg. Viele Haushalte stehen bereits unter dem Druck steigender Lebenshaltungskosten. Die Finanzierung der Kinderbetreuung darf deshalb nicht immer stärker auf die Eltern verlagert werden.
Uns ist bewusst, dass die Kinderbetreuung auch für die Gemeinde eine große finanzielle Herausforderung darstellt. Die Verantwortung dafür liegt jedoch nicht allein bei den Kommunen. Bund und Land müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und die Kommunen bei der Finanzierung deutlich stärker unterstützen. Das Konnexitätsprinzip „Wer bestellt, bezahlt“ muss konsequent umgesetzt werden.
Mit unserer Ablehnung der Gebührenerhöhung wollten wir ein klares Zeichen setzen. Gute Kinderbetreuung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und muss auch als solche finanziert werden. Unser Ziel bleibt eine hochwertige und langfristig beitragsfreie frühkindliche Bildung, die allen Kindern unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern zugänglich ist.
In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde der Antrag der SPD-Fraktion (aus dem Jahr 2024!) zur Einführung einer Katzenschutzverordnung beraten. Ziel war es, das Tierleid bei freilaufenden und herrenlosen Katzen wirksam zu reduzieren und eine nachhaltige kommunale Lösung für den Tierschutz zu schaffen.
Die SPD hatte vorgeschlagen, eine verpflichtende Kastrationsregelung, Kennzeichnungs- und Registrationspflicht für Freigängerkatzen einzuführen. Hintergrund ist die weiterhin bestehende Zahl unkontrolliert lebender Katzen im Gemeindegebiet sowie die zunehmende Belastung ehrenamtlicher Tierschutzstrukturen, die die Versorgung kaum noch leisten können.
„Der Schutz von Tieren ist kommunale Aufgabe“, so die SPD/UliP-Fraktion. Eine Katzenschutzverordnung ist ein bewährtes Instrument, das bereits in anderen Kommunen erfolgreich angewendet wird, um Tierleid zu verhindern und langfristig auch die Tierheime und ehrenamtlichen Tierschützer zu entlasten. Ganz deutlich hat sich der Tierschutzverein Karlsruhe für die Einführung ausgesprochen. Der Verein, der die Aufgabe der Versorgung von herrenlosen Katzen der Gemeinde bislang abgenommen hat, kann dies in Zukunft aus personellen und finanziellen Gründen ohne klare Rechtsgrundlage nicht mehr tun.
Im Gemeinderat fand unser Antrag jedoch keine Mehrheit. Die Vorlage wurde knapp mit Unterstützung der Stimme der Bürgermeisterin abgelehnt.
Die SPD/UliP ist enttäuscht über das Ergebnis, betont jedoch, dass das Problem damit nicht gelöst ist:
Die Situation freilebender Katzen und die Überlastung der Tierschutzvereine bleiben bestehen und werden die Kommune weiterhin beschäftigen.
Wir werden das Thema weiterhin politisch begleiten und erneut in die Beratung einbringen.
Auf Antrag von SPD/UliP und Grünen/Linke wurden die Entwicklungen beim Vorhaben Schnellermühle in der letzten Gemeinderatssitzung öffentlich behandelt.
Gegenüber den ursprünglich vorgestellten Plänen und dem daraus folgenden Durchführungsvertrag ist zum einen das Mühlengebäude inzwischen nahezu komplett abgerissen und zum anderen hat sich das Konzept der Event-Gastronomie gravierend geändert.
Deshalb haben SPD und UliP folgende weitere Anträge gestellt:
1. Das Mühlengebäude soll wieder hergestellt werden. Die Wiederherstellung soll sich entsprechend den Festlegungen des bestehenden Durchführungsvertrages an der ursprünglichen historischen Ausführung des Gebäudes orientieren. Das Mühlengebäude stellt einen wichtigen Bestandteil der örtlichen Geschichte und Identität dar. Der Durchführungsvertrag bildet eine verbindliche Grundlage für die Entwicklung des Areals. Die darin enthaltenen Verpflichtungen zum Erhalt des Gebäudes müssen eingehalten werden.
2. Die AB-Gemeinde stellt bei der Nutzung der Gebäude auf dem von ihr gekauften Grundstück sicher, dass ein dauerhafter und verlässlicher Restaurantbetrieb gewährleistet wird. Der Betreiber soll verpflichtet werden, das Restaurant an mindestens vier Tagen pro Woche zu öffnen und im Rahmen des regulären Restaurantbetriebs sowohl mittags als auch abends warme Speisen anzubieten. Ein gastronomisches Angebot erfüllt eine wichtige Funktion für das gesellschaftliche Leben in unserer Gemeinde. Ein Restaurant lebt von Verlässlichkeit und regelmäßigen Öffnungszeiten. Diese Verlässlichkeit wurde in vielen Gesprächen und im Durchführungsvertrag zugesagt. Ein eingeschränkter, nur gelegentlich oder zu bestimmten Anlässen stattfindender Betrieb wird dieser Funktion nicht gerecht.
In der letzten Gemeinderatssitzung wurde mehrheitlich die Anlegung gärtnergepflegter Grabfelder auf unseren Friedhöfen in Berghausen, Kleinsteinbach und Wöschbach beschlossen. In Söllingen soll eine Erweiterung des bestehenden Grabfelds geschaffen werden. Damit wird ein wichtiges Anliegen umgesetzt, das die SPD-Fraktion bereits am 18.03.2024 mit ihrem Antrag angestoßen hat. Umso mehr freuen wir uns, dass nun endlich der Startschuss gefallen ist.
Die auch als Erinnerungsgärten bezeichneten Grabfelder bieten viele Vorteile. Sie schaffen eine würdevolle, gepflegte und zugleich moderne Form der Bestattung und entlasten Angehörige von der aufwendigen Grabpflege. Gerade in Zeiten, in denen Familien oft nicht mehr vor Ort wohnen oder die Pflege aus Altersgründen schwerfällt, ist dieses Angebot eine sinnvolle Ergänzung. Sanft geschwungene Wege und Flächen sowie eine abwechslungsreiche Bepflanzung, Ruhebänke zum Verweilen und Wasserspiele prägen das Erscheinungsbild. Bereits vor der Beisetzung ist das Gräberfeld angelegt. Mit Urnengrabstätten, Bestattungen am Baum und Erdbestattungen werden unterschiedliche Bestattungsformen angeboten.
Die Anlage und dauerhafte Pflege der Erinnerungsgärten übernimmt die Fa. Bräuninger Garten- und Landschaftsbau aus Remchingen als Mitglied der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner. Für die Gemeinde entstehen keine zusätzlichen Pflegekosten. Für Wegebau u.ä. bleiben bei der Gemeinde lediglich ca. 35.000 € pro Friedhof.
Die Erinnerungsgärten verbinden eine ansprechende Gestaltung mit verlässlicher Pflege und schaffen einen Ort des würdevollen Gedenkens. Wir sehen darin einen wichtigen Schritt, um unsere Friedhöfe zukunftsfähig weiterzuentwickeln und den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden.
Bild: Gestaltungsbeispiel Wasserspiele
Bildrechte: Fa. Bräuninger Garten- u. Landschaftsbau GmbH
30.08.2026 Ausflug zum Roten Winzer für alle Mitglieder und Freunde der SPD
Achtung: Dieses Jahr wegen Streckensperrung geänderte Fahrtrouten/-zeiten:
Abfahrt: …
11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium
19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur
02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium
09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur