Fraktion
„Feldhasen, Rebhühner und Fasanen gehören bei uns in der offenen Feldflur bereits zu den seltenen Arten“, so Hans Säubert und Simon Baumgärtner, die sich als kompetente Führer bei der Gemarkungserkundung erwiesen, zu der die SPD Waghäusel eingeladen hatte. Sorge bereiten vor allem die zunehmenden großflächigen Monokulturanlagen, die zur Zeit vor allem mit Mais bestückt sind. Die noch vor wenigen Jahren übliche Kleinparzellierung wird zugunsten von zusammenhängenden großen Flächen aufgegeben. Der wegen Biosprit und Biogas angeheizte Landhunger, der selbst die magersten Brachäcker wieder mit Hilfe von viel Dünger unter den Pflug nimmt, ist der Tod für eine artenreiche Feldflur. Es fällt ins Auge, dass unter dem Mais nur blanker Boden kommt, jegliches Pflanzenwachstum wird weggespritzt. Dass die freie Landschaft auch noch oft als Müllabladeplätze und für Schwarzbauten übelster Art missbraucht wird, ist ein weiteres Ärgernis. Inzwischen sind die von den Jägern und der Gemeinde erst vor einigen Jahren erstellten Biotopstreifen nur noch rudimentäre Inseln in einer sonst ausgeräumten Landschaft.
Der Appell ging an die anwesenden Gemeinderäte, dass zumindest die gemeindeeigenen Äcker nicht zur extrem intensiven landwirtschaftlichen Nutzung verpachtet werden. Fraktionschef Herbert Sand: „Die Gemeinde hat hier sicherlich eine Vorbildfunktion. Sie muss mit ihren Ackerflächen gegen die Ausräumung der Landschaft agieren. Es darf nicht sein, dass unsere Böden einseitig genutzt und ausgebeutet werden.“ Die wenigen Biotope müssen ausgebaut und durchgängig vernetzt werden. Wie es allerdings nicht sein soll, zeigten Baumgärtner und Säubert an den Biotopinseln entlang der L 555 Richtung Kronau, die unverbunden an einer vielbefahrenen Straße liegen. Tiere können hier nur unter Lebensgefahr von einem Biotop zum anderen wechseln.
Wenn der von Gemeinderätin Angelika Konstandin für die SPD-Fraktion gestellte Antrag umgesetzt wird, werden künftig Familien mit Kindern von der Gemeinde einen Zuschuss von € 2,500,-- je Kind erhalten, wenn sie ein älteres Wohngebäude in Pfinztal erwerben. Dadurch würde Pfinztal für Familien mit Kindern noch attraktiver.
Gemeinschaftsschule in Pfinztal unverzichtbar - so lautete das Fazit der SPD-Fraktion nach der sehr interessanten Vorstellung der Tübinger Gemeinschaftsschule im letzten Gemeinderat. Gerade mal 3 Jahre sind seit dem Regierungswechsel im Ländle vergangen und schon erweisen sich die von Grün-Rot ins Leben gerufenen Gemeinschaftsschulen als die absoluten Renner. Fast alle umliegenden Gemeinden haben bereits ihre Anträge auf Bildung einer solchen Schule gestellt. Und wo bleibt Pfinztal?
Die Kindergartengebühren waren passend zum Wetter ein heißes Thema in der letzten Gemeinderatssitzung. Wie vom Gemeinderat einmal im Jahr gewünscht, hatte die Verwaltung einen Überblick über die momentanen Gebühren, die vom Gemeindetag empfohlenen Gebühren, die unterschiedlichen Betreuungszeiten, die Ermäßigungen, usw. vorgelegt, verbunden mit dem Vorschlag, die Gebühren um 5% zu erhöhen.
Bei der öffentlichen „Kommunalpolitischen Gesprächsrunde“ der SPD-Waghäusel am 24.06.13 in der Altdeutschen Weinstube waren die Gemeinschaftsschule und die Windenergie die herausragenden Diskussionspunkte.
Herbert Sand zeigte sich zufrieden mit dem geschlossenen Abstimmungsergebnis seiner Fraktion für die Einführung der Gemeinschaftsschule. „Wir sind den Kollegien der Bolandenschule Wiesental und der Schillerschule Kirrlach dankbar für ihre Bereitschaft und den Willen, die Herausforderung „Gemeinschaftsschule“ an- und die damit verbundenen Anstrengungen auf sich zu nehmen.“ Die Schülerinnen und Schüler von Waghäusel hätten damit eine Perspektive in einem modernen Lernumfeld die Mittlere Reife und das Abitur zu erwerben.
Auf die Frage nach Gründen für das Scheitern der „ Großen Lösung“ gab Stadtrat Lutz Schöffel zu bedenken, dass man die Entscheidung der Schulkonferenz der Realschule respektiere. Als Demokrat müsse man die Entscheidungen der Gremien der Schulischen Mitbestimmung annehmen, wiewohl er bedauerte, dass man jetzt gewissermaßen eine Konkurrenz der Schulsysteme habe. Eine Situation, die man eigentliche unbedingt habe vermeiden wollen. „Schulentwicklung funktioniert nur miteinander, sie erfordert die gebündelten Kräfte aller Beteiligten.“ so Schöffel. Er hoffe aber, dass man über kurz oder lang die pädagogische Kompetenz des Realschulkollegiums doch für die Gemeinschaftsschule gewinnen könne. Jetzt sei aber dringend an der Zeit eine große Informationsoffensive zu starten, um die Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern über die Möglichkeiten der Gemeinschaftsschule zu informieren und umfassen aufzuklären.
Fortsetzung folgt
03.05.2026, 09:30 Uhr - 13:00 Uhr Bad Schönborner Frühlingsbrunch
Am 3. Mai ist es wieder soweit: Das große Bad Schönborner Frühlingsfrühstück findet in der Kraichgauhalle in …
08.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Präsidium
08.05.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Preisverleihung der Carlo-Schmid-Stiftung
Im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein. G …
09.05.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr Regionalkonferenz Südbaden
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Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …
09.05.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Regionalkonferenz Südwürttemberg
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