Fraktion
Die Sanierung einer Teilstrecke auf der BAB 5 zwischen Ettlingen und Rastatt wird ab Juni des Jahres wieder für Mehrverkehr und Staus in und vor allem um Ettlingen sorgen. Es ist gut, dass die Verwaltungsspitze schon im Vorfeld Gespräche mit dem RP gesucht und Entlastungsmöglichkeiten vorsieht. Dennoch: Alle, die nur drum herum fahren, verursachen auch Mehrverkehr und sind daher Teil des Problems. Deshalb ist es gerade für uns Ettlinger zum Schutz des eigenen Nervenkostüms eine gute Sache, in diesen Monaten vermehrt auf andere Verkehrsmittel umzusteigen: ÖPNV oder – in den Sommermonaten – das Fahrrad. Häufig kommt man damit stressfreier ans Ziel und kann an so manchen Stau vorbeifahren. Und gut für die Fitness ist das auch. Für die Höhenstadtteilbewohner ist es übrigens bald vorbei mit den Ausreden: es ist eine Radwegverbindung über die Neue Steige geplant und in Zeiten von E-Bikes und Pedelecs können dann alle Ettlinger leichter Kalorien verbrennen statt Sprit. Eine gute Aktion ist in diesem Zusammenhang das jährlich stattfindende Stadtradeln – dieses Jahr vom 06.07. bis 26.07.2018. Gesucht wird noch ein Zugpferd als „Stadtradler-Star“. Wir finden, ein Oberbürgermeister, der es ernst meint mit Klimaschutz, sollte mal als gutes Beispiel vorangehen und drei Wochen aufs Auto verzichten.
Für die SPD-Fraktion:
Sonja Steinmann
Es war schon eine sehr zukunftsweisende Entscheidung, die der Verwaltungsausschuss am vergangenen Dienstag zu treffen hatte. Da ging es nämlich um die Einführung des Profilfachs IMP (Informatik, Mathematik und Physik) im Eichendorff- und im Albertus-MagnusGymnasium. Die SPD-Fraktion begrüßt diese Entwicklung sehr, haben wir doch zusammen mit dem Ettlinger AWO-Ortsverein schon von 10 Jahren die Weichen dafür gestellt, dass interessierte Kinder sich bereits in den Kitas kindgerecht und kurzweilig mit den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) beschäftigen können. Damals haben wir nämlich die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich in Ettlingen das Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“ gegründet hat, dem sich zwischenzeitlich nahezu alle Kitas, einige Horte und auch einige Grundschulen angeschlossen haben. Und das nicht nur aus Ettlingen sondern auch aus den Umlandgemeinden. Und mit der Anstellung einer hauptamtlichen Koordinatorin hat die Verwaltung damals durchaus Weitsicht bewiesen. Davon profitieren unsere Kinder noch heute. Im Turnus von zwei Jahren müssen sich die Einrichtungen übrigens immer wieder erneut zertifizieren lassen, um dadurch auf der Höhe der wissenschaftlichen Entwicklungen zu bleiben. Dass die beiden Gymnasien bei der Einführung des Profilfachs IMP künftig auf den in den Kitas erarbei- teten Grundlagen der Kinder aufbauen können, run- det das Ganze jetzt ab. Genauso, wie wir uns dies seinerzeit gewünscht hatten. sehen war.
Für die SPD-Fraktion:
René Asché, Vorsitzend
Zum Glück wird immer mal wieder erkannt, dass Althergebrachtes nicht gleich veraltet sein muss. Manchmal besinnt man sich auch des Alten und gibt dem Kind einen neuen, modernen Namen. So verhält es sich bei dem Begriff des Quartiersmanagers. Der Quartiersmanager oder die Quartiersmanagerin ist ein Kümmerer für ein Wohnbezirk. Dieser Kümmerer ist für die Sorgen und Belange in "seinem" Quartier zuständig. Gerade in einer Zeit der Vereinsamung, der Mobilität auf Grund der nötigen Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und dem damit einhergehendenen Zerfall der Großfamilien, ist es um so wichtiger, persönliche Ansprechpartner zu haben. So ein Austausch ist für beide Seiten wichtig: für die Bewohner eines Bezirkes als auch für die Verwaltung einer Stadt. Nur wenn eine Kommune die Sorgen und Probleme der Menschen kennt, kann Abhilfe geschaffen werden. Das Ministerium für Soziales und Integration BW mit seinem Ideenwettbewerb "Quartier 2020 – Gemeinsam. Gestalten" (2017) und der Landkreis mit seinem Fachtag haben diesen Bedarf erkannt und thematisiert. Es wurden gute Ideen aus unserer Region präsentiert, auch Ettlingen war mit Oberweier vertreten. Warum nicht andere gute Ideen übernehmen? z.B.: Ein Geocaching für Neubürger, um ihre neue Stadt besser kennen zu lernen. In der Zukunft sollten wir auch bei neuen Baugebieten immer versuchen durch das Einplanen von (Quartiers-) Plätzen, Begegnungsorten und Angeboten eine eigene "Dorfgemeinschaft" zu fördern. Ein Quartiersmanager übernimmt dabei u.a. die Aufgaben der früheren Gemeindehelferin.
Für die SPD-Fraktion,
Kirstin Wandelt
Neubaugebiet, Renovierung "Alte Schule", Windkraft und Verkehr
Großes Lob! Dem OB und den Amtsleitern für die klaren Beiträge, der Verwaltung für die perfekte Organisation, den Bürgern für Engagement und Interesse. Gut, dass es so ein Treffen gibt. Beim Neubaugebiet sind die wichtigen Themen aber bisher ausgespart: Leider "Hauptsache Umlegung" statt gemeinschaftliche Umlegung - wie sollen dann Form und Zielgruppe effektiv gesteuert werden? Leider "Hauptsache Bauen" statt Bauen für die Zukunft - welche Ideen werden zum generationenflexiblen Wohnen oder zur gemeinschaftlichen und regenerativen Energieversorgung im Bebauungsplan verfolgt? Bei der Windkraft sind wieder alle scheinheiligen Register gezogen worden. Wer Windräder doof findet, soll´s halt so sagen. Die Stadt schicken wir in ein schweres, teures und unsicheres Rennen: Es dürfte den Gegnern nicht mal klar sein, ob Konzentrationszone oder keine Konzentrationszone besser wäre. Hauptsache dagegen. Um die armen Vögel sorgt man sich bei Windrädern gar viel – aber bei Tö- tung durch industrielle Landwirtschaft und Flächenverbrauch schauen wir alle weg. Vor lauter Windkraft-Lärm können wir schon jetzt nicht schlafen – aber beim Verkehr wollen wir ungehindert flott fahren dürfen. Gut, dass es solche Gesprä- che gibt. Denn bei den anstehenden Problemen sollten wir lieber zusammenrücken und die Lösung diskutieren. Was jeder NICHT will ist ja schnell gesagt.
Ulf Riehm, Ortschaftsrat in Schluttenbach
Obwohl Baden-Württemberg ein reiches Bundesland ist, gibt es hier 143 Tafeln, wie man die Tafelläden auch nennt. Rund 650 000 Menschen sind auf die bezahlbaren Lebensmittel dort angewiesen. Grund für den Besuch der SPD-Fraktion beim Tafelladen in Ettlingen war die bundesweite Diskussion über das Vorgehen in der Essener Tafel. Dort war man vor Wochen dazu übergegangen, an “Ausländer“ keine Bezugskarten mehr auszugeben. Die Verantwortlichen begründeten ihr Vorgehen mit dem sehr hohen Anteil an „Ausländern“ unter den Kunden. In Ettlingen gibt es solche Gedanken nicht, so Sibylle Thoma, ehrenamtliche Leiterin der Ettlinger Einrichtung. Über die lange Zeit des Bestehens hat sie dort ein System entwickelt, das allen Kunden gerecht wird, egal woher sie kommen. Zuerst werden Menschen eingelassen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind. Danach werden die Bezugskarten der noch Wartenden eingesammelt und in Gruppen gelost, die dann nacheinander Einlass erhalten. Schließlich kommen die Seniorinnen und Senioren an die Reihe. Für sie werden entsprechende Waren zurückgehalten, damit sie immer eine ausreichende Auswahl an Lebensmitteln vorfinden. Grundsicherung, Hartz IV oder eine geringe Rente sind die Voraus setzungen für die Ausstellung von Bezugskarten. Wir meinen, dass die Politik besser daran arbeiten sollte, dass künftig nicht mehr so viele Menschen auf Tafelläden angewiesen sind. Diskussionen über die Herkunftsländer von Kunden bringen uns dage gen keinen Schritt weiter.
Für die SPD-Fraktion:
René Asché
Vorsitzender
03.05.2026, 09:30 Uhr - 13:00 Uhr Bad Schönborner Frühlingsbrunch
Am 3. Mai ist es wieder soweit: Das große Bad Schönborner Frühlingsfrühstück findet in der Kraichgauhalle in …
08.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Präsidium
08.05.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Preisverleihung der Carlo-Schmid-Stiftung
Im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein. G …
09.05.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr Regionalkonferenz Südbaden
Wir wollen deine Stimme hören!
Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …
09.05.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Regionalkonferenz Südwürttemberg
Wir wollen deine Stimme hören!
Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …