Gemeinderatsfraktion

Fabian Verch für die SPD-Fraktion
Frau Oberbürgermeisterin, Herr Bürgermeister, Frau Korin, meine Damen und Herren,
die SPD-Fraktion freut sich über die positive Willensbekundung der Stadtverwaltung Bruchsal, ein Landschaftsschutzgebiet „Kraichgaurand“ einzurichten, zumal dies ein SPD-Antrag war.
Gründe hierfür gibt es reichlich:
Streuobstlandschaften, wie sie in dem hoffentlich baldigen Landschaftsschutzgebiet „Krauchgaurand“ bestehen, bedeuten Artenschutz, Klimaschutz, Kulturgut und Naherholung.
Der gewaltige Rückgang der Streuobstbestände spricht eine deutliche Sprache. Wir haben keine Zeit mehr, sondern müssen schnellstens etwas tun gegen diese extreme Gefährdung des möglichen Weltnaturerbes Streuobst.
Das Nürtinger Streuobstmemorandum 2018 spricht sich für eine Würdigung der Streuobstlandschaften als UNESCO-Welterbe in der Kategorie „organische Kulturlandschaften“ aus.
Ich zitiere aus diesem Positionspapier:
„Eine lineare Fortsetzung der negativen Bestandsentwicklung seit 1965 ergibt, dass Mitte des 21. Jahrhunderts in Baden-Württemberg keine nennenswerten Streuobstbestände mehr vorhanden sein werden. Neben den Beständen selbst sind damit auch die genetische Vielfalt sowie das gesamte Kulturgut massiv bedroht.“
Genau das sollten wir nicht wollen.
Oftmals fragt man sich, was Kommunalpolitik für den Umweltschutz leisten kann. Hier bietet sich ein ganz konkretes Beispiel für unsere tatsächlich vorhandene Handlungsfähigkeit. Nehmen wir diese Chance wahr!
Die Unterschutzstellung ermöglicht die Refinanzierung der Pflegekosten durch das Land. Dies kann motivierend wirken, dass sich mehr Leute an der Pflege beteiligen bzw. diejenigen, die dies bereits tun, nicht auf ihren Kosten sitzenbleiben.
Wir bitten die Stadt, mit konkreten Maßnahmen darauf hinzuwirken, dass die notwendigen Pflegemaßnahmen umgesetzt werden - im Übrigen auch beim Naturschutzgebiet Rotenberg.
Auch dem zweiten Teil des Beschlussantrags werden wir zustimmen.
Selbstverständlich müssen auch hier wieder die beteiligten Akteure an einen Tisch gebracht werden.
Vielen Dank!

Anja Krug für die SPD-Fraktion
Lieber Karl,
es gibt Situationen, da wünscht man sich ein schlaues Handbuch für Fraktionsvorsitzende, in dem einem z. B. erklärt wird, wie man eine Abschiedsrede hält für jemanden, den man eigentlich gar nicht so richtig verabschieden will. Dieses Handbuch gibt es nicht und es kann es auch nicht geben, weil jeder einmalig ist. So war auch die Zusammenarbeit mit dir hier im Gemeinderat.
Fünfmal wurdest du in dieses Gremium gewählt, die Menschen haben dir über die Jahre immer stärker ihr Vertrauen in Form von Stimmen geschenkt. Zählt man deine 36 Jahre im Ortschaftsrat und die Zeit im Kreistag dazu, dann toppen deine aktiven Jahre in der Politik das Durchschnittsalter deiner Gemeinderatsfraktion um Längen.
In diesen Jahren hattest du immer einen sehr klaren sozialdemokratischen Kompass: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Lieber Karl,
es gibt Situationen, da wünscht man sich ein schlaues Handbuch für Fraktionsvorsitzende, in dem einem z. B. erklärt wird, wie man eine Abschiedsrede hält für jemanden, den man eigentlich gar nicht so richtig verabschieden will. Dieses Handbuch gibt es nicht und es kann es auch nicht geben, weil jeder einmalig ist. So war auch die Zusammenarbeit mit dir hier im Gemeinderat.
Fünfmal wurdest du in dieses Gremium gewählt, die Menschen haben dir über die Jahre immer stärker ihr Vertrauen in Form von Stimmen geschenkt. Zählt man deine 36 Jahre im Ortschaftsrat und die Zeit im Kreistag dazu, dann toppen deine aktiven Jahre in der Politik das Durchschnittsalter deiner Gemeinderatsfraktion um Längen.
In diesen Jahren hattest du immer einen sehr klaren sozialdemokratischen Kompass: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Die Freiheit, Ideen zu entwickeln und auszuprobieren. Sich die Freiheit zu nehmen, neue Interessen zu entdecken. Den bei vielen Kommunalpolitikern beliebten Absolutheitssatz „Des hamma immer so gmacht“ - habe ich von dir in 16 gemeinsamen Jahren mit Mandat nie gehört.
Die Gerechtigkeit, Menschen Chancen zu geben, auch mal Geduld zu haben und Ressourcen fair zu verteilen. Du hast beispielsweise als die für Untergrombach sehr unbequeme Debatte um eine Flüchtlingsunterkunft losging, sehr klar Haltung bewiesen für geflüchtete Menschen. Auch zum Preis privater Freundschaften. Weil du überzeugt warst, so gerecht zu handeln.
Die Solidarität, gerade den Menschen gegenüber, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden. Für diese hast du dich besonders eingesetzt. Als Aufsichtsrat in der Wohnbau, im Kuratorium Kindergarten und dann, wenn es um Jugendliche und ältere Menschen ging.
Dir war es immer wichtig, nah bei den Menschen zu sein. Du warst dafür gerne unterwegs, hast eine Vielzahl an Terminen wahrgenommen und unzählige Gespräche geführt. Deine Zugewandtheit und dein Humor öffnen dir dabei manche Türe. So gelingt es dir auch immer wieder, Menschen zu für deine Ideen zu begeistern, miteinander zu vernetzen und gemeinsam Ziele zu erreichen. Du warst dabei innerhalb der Fraktion immer ein Teamspieler, hast dich loyal hinter dein Team gestellt und auch mal etwas ausgeputzt, wenn es nötig war. Es ging dir beim Politikmachen nie um dich als Person, sondern um die Idee, die dich begeistert hat.
Im Gemeinderat warst du ein Kollege, der deutlich zu hören war – mit Herz und Haltung. Und auf den man gehört hat. Und zugehört hat – auch wenn man anderer Meinung war. Du argumentierst authentisch, mit Leidenschaft und Überzeugung. Dabei kannst du sehr hartnäckig sein, wenn es um die Sache geht. Aber so sind dir auch große politische Erfolge gelungen beim Wohnungsbau, bei der Ganztagsbetreuung, im Umweltbereich, um nur einige Beispiele zu nennen.
So hart das in der Sache sein konnte, so selbstverständlich war es für dich, dass man auch außerhalb der Sitzung Raum brauchte, sich kennenzulernen und auszutauschen. Du warst derjenige, von dem fast immer die Initiative zur Nachsitzung ausging und mit dem man immer im guten Austausch sein konnte.
Hartnäckiger Brückenbauer – auch das charakterisiert dich. Für Europa, für Frieden und Miteinander brennst du. Das zeigt sich im Herzblut, das du für die Partnerschaft zwischen Untergrombach und Ste-Marie-aux-Mines besonders, aber auch für alle Städtepartnerschaften gezeigt hast. Frieden, Völkerverständigung und Aussöhnung sind für dich Prozesse, an denen immer wieder gearbeitet werden musst – das hast du mit deiner politischen Arbeit sehr deutlich . Ebenso deutlich machst du das in Bezug auf die Aussöhnung mit den Opfern des Holocaust. Ich erinnere mich an unser intensives Gespräch in Yad Vashem. Aber auch an deinen großen Einsatz für das Holocaustgedenken bei uns in Untergrombach und die Vehemenz und Überzeugung, mit der du dich für den Gedenkstein in der Ortsmitte eingesetzt hast. Mittendrin. Im Bewusstsein der Menschen.
Du grenzt dich, dein politisches Denken und Handeln klar ab gegen jede Form von Rassismus, Gewalt und Ungerechtigkeit. Dazu beziehst du laut und klar Stellung.
Deine Haltung, deine offene, aufgeschlossene Art hat uns als Fraktion, hat dem Gemeinderat gutgetan. Damit hast du Türen für Ideen und Herzen der Menschen geöffnet. Nie anbiedernd, immer authentisch mit dem Humor, der einem rät, Bürgergespräche im Sommer an der Kühltruhe des Supermarkts zu suchen.
Genauso authentisch ist, dass du dir den Zeitpunkt deines Abschieds im Gemeinderat selbst gewählt hast. Du hast mir einmal gesagt, dass es dich irritiert hat, einst als jüngstes Mitglied in den Gemeinderat gewählt worden zu sein und diesen Status nach zehn Jahren immer noch zu haben. Du wolltest immer auch, dass jüngere Menschen und andere Ideen eine Chance haben. Ein weiterer Grund, der deine Entscheidung zu gehen nachvollziehbarer macht, so sehr ich sie persönlich bedauere. Du bist für mich einer der Menschen in der SPD, bei denen ich das erste Wort von „Parteifreund“ streiche.
Deshalb: einfach danke, lieber Karl! Danke im Namen aller Fraktionen im Bruchsaler Gemeinderat, besonders im Namen deiner SPD für deine Ideen, deine Tatkraft, deinen Humor, dein Engagement und für deine tiefe Überzeugung für die Menschen Politik zu gestalten.
Alles Gute für deine Zeit ohne Mandat, die du als politischer Mensch und Privatperson mit guten Ideen und Aktionen füllen wirst.
Glück auf, lieber Karl!
Anja Krug für die SPD-Fraktion
Zum Beicht der BNN unter weiterlesen >>
Gerhard Schlegel für die SPD-Fraktion
Die erfassten Straftaten, die Aufklärungsquote sowie die Häufigkeitszahlen - also die Anzahl von Delikten unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl - bleiben weitgehend gleich.
Wir haben Ebenso die Delikte des Wohnungseinbruchdiebstahls auf niedrigem Niveau verstetigt.
Die Fallzahlen Enkeltrick sind rückläufig, dafür aber Gibt es eine deutliche Zunahme von Delikten im Bereich „Falsche Polizeibeamte“ – diese bleiben jedoch Oft im Versuchsstadium stecken.
Sowohl der Rückgang der Einbrüche als auch der Erfolg der Verhinderung von vollendeten SÄM-Delikten ist auf konsequente auch länderübergreifende Ermittlungsarbeit und Informationsaustausch und insbesondere auf hervorragende Präventionsarbeit bei Geschädigten, Angehörigen und auch Bankmitarbeitern zurück zu führen.
Straßenkriminalität:
Die Zahlen für das PP weisen den zweitniedrigsten Stand im 10Jahres – zeitraum auf. Zu Berücksichtigen ist, daß bei Gesamtbetrachtung der zahlen, die besonders angstbehafteten Deliktsfelder Raub und Vergewaltigung einen relativ geringen Anteil ausmachen. Hauptstraftaten sind hier Diebstähle aus Kfz und von Fahrrädern.
Dem Thema Rassismus innerhalb der Polizei möchte ich hier keinen zu großen Raum geben. Nur zur Versachlichung 0,00021 und damit 4 Fälle der 1,9 Millionen Einsätze der Polizei in BW zogen Beschwerden wegen Rassismus oder ethnisch begründeter Polizeikontrollen – sog. Racial profiling – nach sich. Dafür ist die Zunahme der Gewaltsdelikte gegen Polizeibeamte auf einem sehr besorgniserregenden und leider weiter steigenden Niveau.
Bitte richten Sie Ihrer Mannschaft den Dank der SPD Fraktion für die geleistete Arbeit aus. Wir wünschen ihnen allen, daß sie diese Gewalterfahrung nicht teilen müssen.
Weiterhin möchte ich ein Thema benennen, das ich schon oft angesprochen habe. Es geht um Dunkelräume und deren Aufhellung. Der Bürgerpark wurde endlich mit Ausreichenden beleuchtungseinrichtungen versehen. Vielen Dank dafür.
BNN Bericht unter weiterlesen
Gemeinsam konnten wir in den letzten Monaten die Verbreitung des Corona-Virus eindämmen und so Menschen retten. An dieser Stelle hat Bad Schönborn besonnen und schnell reagiert. Bad Schönborn ist solidarisch: Über Einkaufshilfen, kreativen Aktionen an der Schönborn-Allee, bis hin zu den Menschen, die unseren Laden tagtäglich am Laufen halten. Viele Familien mussten Kinderbetreuung, Unterricht und Arbeitsalltag unter einen Hut bekommen. Eine enorme Belastung! Deshalb war es für uns selbstverständlich, dass in diesen Zeiten keine Kita-Gebühren erhoben werden.
03.05.2026, 09:30 Uhr - 13:00 Uhr Bad Schönborner Frühlingsbrunch
Am 3. Mai ist es wieder soweit: Das große Bad Schönborner Frühlingsfrühstück findet in der Kraichgauhalle in …
08.05.2026, 13:00 Uhr - 18:00 Uhr Präsidium
08.05.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Preisverleihung der Carlo-Schmid-Stiftung
Im Namen der Carlo-Schmid-Stiftung laden wir Sie herzlich zur 15. Verleihung des Carlo-Schmid-Preises ein. G …
09.05.2026, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr Regionalkonferenz Südbaden
Wir wollen deine Stimme hören!
Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …
09.05.2026, 14:00 Uhr - 18:00 Uhr Regionalkonferenz Südwürttemberg
Wir wollen deine Stimme hören!
Dafür kommen wir zu dir: Auf vier Regionalkonferenzen im ganzen Land l …