Aus für Schuler: Wenn nur die Zahlen zählen

Die Ankündigung, dass Schuler Pressen seinen Standort in Waghäusel-Wiesental schließen und das Hydraulik-Geschäft nach Gemmingen verlegen will, trifft unsere Stadt und besonders die 240 Beschäftigten von Schuler hart. Über 75 Jahre war der Pressenhersteller SMG, der später von der Schuler AG übernommen wurde, ein in Waghäusel verwurzeltes Traditionsunternehmen.

Davon ist nichts mehr übrig: Schuler zeigt keine Verantwortung für die Beschäftigten und die Region. Schon 2015 wurde die Produktion in Waghäusel geschlossen und nach Erfurt verlagert - und dies nicht aufgrund schlechter Arbeit oder schlechter Zahlen, sondern schlicht aus vermeintlich billigeren Herstellungskosten. Jetzt soll der Standort Waghäusel ganz aufgegeben werden. Nur 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde der Wechsel nach Gemmingen angeboten. Für über 100 Beschäftigte gibt es im Unternehmen keine Zukunft mehr.

Besonders traurig macht, wie kurzsichtig die Führung des ehemaligen Traditionsbetriebs handelt: Noch im Sommer 2019 hieß es, der Standort werde erhalten bleiben. Doch offenbar hat man sich in der Chefetage nun entschieden, ausschließlich auf den Profit zu schielen. Mit Verantwortung und nachhaltigem Wirtschaften hat das nichts zu tun: Waghäusel gilt als Vorzeigestandort innerhalb des Unternehmens. Die Qualität scheint bei der Umstrukturierung zweitrangig, sonst würde man nicht so handeln.

Mit Schuler verliert Waghäusel auch wichtige Industriearbeitsplätze. Dass der Chemietechnologiehersteller Pflauder seit Anfang des Jahres in Waghäusel produziert, ist da nur ein kleiner Trost.

Belegschaft und Betriebsräte von Schuler waren in der Vergangenheit stets eine gewichtige Stimme und haben das Unternehmen aktiv mitgestaltet. Wir solidarisieren uns mit der Belegschaft, die eine Transfergesellschaft für die Beschäftigten ohne Zukunft im Unternehmen ausgehandelt hat. Schuler steht jetzt in der Verantwortung, niemanden in die Arbeitslosigkeit zu entlassen!

Für das Bahnprojekt Neu- und Ausbaustrecke (NBS/ABS) Mannheim–Karlsruhe haben erste Planungsaktivitäten begonnen.

Bahnprojekt Mannheim Karlsruhe ( Bild: Deutsche Bahn)

Die SPD Untergrombach hat sich mit Vorlage des Bundesverkehrswegeplan 2030  bereits gegegen eine Güterbahn entlang der A5 ausgesprochen. Diese Bahn bringt Untergrombach und Büchenau nichts als zusätzlichen Lärm zu der bisherigen Belastung durch die A5 - die langfristig auf 8 Spuren erweitert werden soll! Als sinnvoller erachten wir eine aufgeständerte Schnellbahn nach Japanischen Vorbild entlang der Hochspannungstrasse zwischen Abzweig Molzau und Karlsruhe mit Doppelnutzung (Tag Hochgeschwindigkeitsverkehr / Nachts Güterverkehr) wie es sich auf der Schnellbahn Mannheim - Stuttgart bereits seit 30 Jahren bewärt hat.

Heribert Gross

Bahnprojekt NBS/ABS Mannheim–Karlsruhe

 Alles Wissenswerte dazu hier auf einen Blick.

Die Deutsche Bahn lädt am 12. November zur öffentlichen Auftaktveranstaltung für die NBS/ABS Mannheim–Karlsruhe ein. Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Veranstaltung online stattfinden und allen Interessierten über die Website www.mannheim-karlsruhe.de zugänglich sein. Geplanter Beginn der Veranstaltung ist um 18:00 Uhr. Im Anschluss an die Informationsveranstaltung wird das Dialogforum Mannheim–Karlsruhe voraussichtlich noch in diesem Jahr seine inhaltliche Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Interessen das am besten geeignete, genehmigungs- und finanzierungsfähige Gesamtkonzept für die NBS/ABS Mannheim–Karlsruhe zu erarbeiten, um dieses dann in den weiteren Planungsprozess zu übernehmen.

Website und Kontaktdaten:

Informationen zum Projekt: mannheim-karlsruhe.de

Fragen und Anregunge: : info@mannheim-karlsruhe.de

( Quelle: Presseinformation der Deutschen Bahn vom Sept 2020)

Hintergrund und Ziele für das Bahnprojekt NBS/ABS Mannheim–Karlsruhe unter >>weiterlesen

In Gedenken an die Novemberpogrome

Zum 82. Mal jährt sich einer der finstersten Tage der deutschen Geschichte: Am 9. November 1938 hatten die Nationalsozialisten und ihre Sympathisanten in der Bevölkerung Synagogen, Geschäfte und Wohnungen in Brand gesteckt und jüdische Bürger misshandelt, verschleppt und ermordet. Die Gewaltnacht ging als „Reichspogromnacht“ in die Geschichte ein und markierte den Beginn des Holocausts, der industriellen Ermordung von Millionen Juden in ganz Europa.

Heute müssen Jüdinnen und Juden wieder um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten, wenn sie sich zu ihrem Glauben bekennen. 75 Jahre nach Ende des Kriegs fasst der Antisemitismus wieder Fuß in unserer Gesellschaft. Im Bundestag sitzen Vertreter einer Partei, die das Mahnmal für die ermordeten Juden in Europa als ein „Denkmal der Schande“ bezeichnen, den Holocaust als „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte relativieren und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ fordern.
Das geschieht vor dem Hintergrund wachsender Fremdenfeindlichkeit und rassistisch motivierter Gewalt gegen Menschen. Wir mussten in diesen Wochen auch erleben, wie religiöse Fanatiker ihre menschenverachtende Ideologie in die Tat umsetzen und selbst vor brutalsten Morden nicht halt machen. Die Gewalttäter eint eines: Der Hass auf Andersdenkende in unserer freien Gesellschaft.

Der heutige Gedenktag ist Anlass zu erinnern und zu reflektieren: Wie konnte es damals so weit kommen? Was muss jede und jeder Einzelne jeden Tag dazu beitragen, dass nie wieder Menschen wegen ihrer Religion, Herkunft oder Hautfarbe zu Opfern werden? Die einfache Antwort darauf gibt es nicht. Doch klar ist: „Nie wieder“ darf nicht bloß eine Floskel sein!

Stellungnahme: Terrorismus

Es fällt schwer Worte zu finden, die die schlimmen Verbrechen, die unsere europäischen Nachbarländer Frankreich und Österreich in den letzten Tagen und Wochen erschüttert haben, richtig einzuordnen vermögen. Dennoch ist es mir ein wichtiges Anliegen zu dem Thema Terrorismus Stellung zu nehmen. Denn der Widerstand der demokratischen Kräfte gegen sicherheitsbedrohende und gesellschaftszersetzende Entwicklungen muss auf allen politischen Ebenen, großen wie auch kleinen, erfolgen.

Zunächst der brutale Mord an dem französischen Lehrer Samuel Paty, dann der Anschlag in Nizza und am Montagabend dann auch noch die Terrorattacke in Wien. In Deutschland ist uns allen bis heute noch der schreckliche Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz im Gedächtnis geblieben. Alle diese Anschläge hatten einen dschihadistischen Hintergrund. Die Attentäter bezogen ihre Motive, wie auch die rechtsextremistischen Täter des NSU oder zuletzt beim Anschlag in Halle, aus einer menschenverachtenden Ideologie. Der IS ist militärisch so gut wie besiegt, seine Ideologie findet dennoch weiterhin neue Anhänger, gerade in Europa. Auf den ersten Blick scheinen sich radikaler Islamismus und Rechtsextremismus fern zu sein. Doch die Anhänger beider Ideologien eint ein gemeinsames Ziel: Sie propagieren den Hass auf unsere freiheitlichen Überzeugungen und versuchen einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben. Terror tötet und Terror spaltet. Egal aus welcher Richtung er kommt.

Doch die Mittel der europäischen Regierungen dem Terror entgegenzuwirken scheinen teilweise auf gegenseitige Beileids- und Solidaritätsbekundungen begrenzt zu sein. Daran muss dringend gearbeitet werden. Es kann nicht sein, dass Menschen, die von den Behörden bereits seit einiger Zeit beobachtet werden, in der Lage sind Anschläge unentdeckt zu planen und dann durchzuführen. Dies gilt sowohl für Islamisten, wie auch für rechte Terrorzellen. Hier braucht es eine Partei- und Ländergrenzen überschreitende, konstruktive Debatte.

Die freiheitlichen Kräfte Deutschlands und Europas dürfen das Thema Islamistischer Terrorismus nicht den Rechtspopulisten überlassen, die nun wieder beharrlich und lautstark auf die immer gleichen pauschalen Generalverdächtigungen gegen Migranten und Flüchtlinge zurückgreifen. Die Gründe und Ursachen für eine Radikalisierung liegen viel tiefer. Eine solche Radikalisierung ist im Privaten nur sehr schwer zu entdecken. Dennoch muss mit gesteigerter Anstrengung und harten Strafen gegen Gefährder vorgegangen werden, denn der radikale fundamentale Islamismus ist ein reales Problem, das unsere Sicherheit und unsere Freiheit bedroht. Der Dschihadismus widerspricht unseren demokratischen und rechtstaatlichen Grundprinzipien, ebenso wie er den verschiedenen friedlichen Strömungen des Islams widerspricht.

Wir verachten und verurteilen Terrorismus und Gewalt jeder Art. Ebenso Extremismus in allen seinen Formen. Wir trauern um alle Opfer dieser schrecklichen Angriffe. Alle demokratischen Kräfte, sowohl auf Bundes-, Landes- und Kommunaler Ebene, müssen zusammen an guten Lösungen arbeiten, um solche terroristischen Anschläge bestmöglich verhindern zu können.

 

Jonas Arbogast,

1. Vorsitzender SPD Philippsburg

Tempo 30: Wir haben uns durchgesetzt!

Endlich! In der Kommunalpolitik braucht es oft einen langen Atem. Wir setzen uns seit vielen Jahren für die Verkehrswende in Waghäusel ein. Unser Ziel: Weniger innerörtlicher Autoverkehr und stattdessen mehr Sicherheit für Radfahrer, weniger Verkehrslärm und bessere Luft.

Deshalb fordern wir schon lange die Ausweitung von Tempo 30-Zonen. Bisher wurden unsere Initiativen für eine moderne, mutige und anwohnerfreundliche Verkehrspolitik im Gemeinderat immer von den anderen Fraktionen blockiert. In diesen Wochen zeigt sich: Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt. Im Gemeinderat wurde die Umsetzung des Lärmaktionsplans und damit die Ausweitung der Tempo-30-Begrenzung in den Durchgangsstraßen (im Bereich der Hauptstraßen Phillipsburger, Karlsruher und Mannheimer Straße und Kronauer, Waghäusler und Bruchsaler Straße) beschlossen! Das ist ein großer Erfolg für unsere sozialdemokratische Verkehrspolitik und ein wichtiger Schritt zur Gleichberechtigung aller Mobilitätsformen.

Bei den Maßnahmen des Lärmaktionsplans geht es nicht um die Einführung von Tempo-30-Zonen auf den Nebenstraßen. Dieses Thema wird in der Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschuss im November gesondert behandelt. Für uns steht dabei fest: Wir fordern für mehr Verkehrssicherheit, bessere Luft und ruhigeres Wohnen generell Tempo 30 auf Nebenstraßen in Wohngebieten und werden uns dafür genauso hartnäckig wie für Tempo 30 auf den Hauptstraßen einsetzen.

Termine

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30.08.2026 Ausflug zum Roten Winzer für alle Mitglieder und Freunde der SPD
Achtung: Dieses Jahr wegen Streckensperrung geänderte Fahrtrouten/-zeiten: Abfahrt: …

11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium

19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur

02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium

09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur

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