Aktuelles
Das traditionell am 3. Oktober zum Tag der deutschen Einheit durchgeführte Herbstfest im Foyer der Saalbachhalle muss in diesem Jahr leider enfallen.
Es tut uns leid, Sie aus terminlichen Überschneidungen auf nächstes Jahr vertrösten zu müssen.
Filterstaubhalde am Wössinger Zementwerk: Was jetzt geklärt werden muss
Die öffentlich gewordenen Informationen zur historischen Filterstaubhalde am Wössinger Zementwerk beschäftigen derzeit viele Menschen in Walzbachtal. Nach Angaben des Unternehmens lagern dort mindestens 85.000 Tonnen Filterstaub, der in den 1960er-Jahren mit Erde vermischt wurde. Nach Unternehmensangaben enthält das Material unter anderem wasserlösliche Schwermetalle, darunter Chrom (VI). Durch Erosion ist die Situation inzwischen sichtbar geworden.
Für uns ist jetzt vor allem eines wichtig: Die aktuelle Situation muss anhand belastbarer Daten und unabhängiger fachlicher Untersuchungen beurteilt werden.
Dabei geht es um mehrere Bereiche:
Ebenso wichtig ist für uns die Frage, wie die Informationen seit 2021 weitergegeben und bearbeitet wurden:
Wir halten es deshalb für sinnvoll, die verschiedenen Fragestellungen unabhängig und nachvollziehbar untersuchen zu lassen. Dazu gehören aus unserer Sicht insbesondere: belastbare Messungen von Boden, Filterstaub, Sicker- und Grundwasser sowie eine fachliche Bewertung möglicher Staub- und Luftbelastungen. Auch die hydrogeologischen Zusammenhänge und die geotechnische Stabilität müssen berücksichtigt werden.
Erst auf dieser Grundlage lässt sich seriös beurteilen, ob und welche konkreten Gefahren bestehen und welche Verantwortlichkeiten sich daraus gegebenenfalls ergeben. Auch die rechtliche Bewertung möglicher Verantwortlichkeiten von Unternehmen oder Behörden sollte deshalb auf einer belastbaren Rekonstruktion der Fakten und Abläufe beruhen.
Wir begrüßen, dass die demokratischen Fraktionen im Gemeinderat die Situation ernst nehmen und an einer sachlichen Klärung arbeiten. Bei einem Thema, das Boden, Wasser und möglicherweise auch Luft betrifft, sollte die gemeinsame Grundlage nicht die politische Zuschreibung, sondern die möglichst vollständige Aufklärung sein.
Unser Anspruch ist dabei klar: keine Spekulationen, keine Vorverurteilungen, aber auch kein Wegsehen. Die Menschen in Walzbachtal haben Anspruch auf belastbare Informationen darüber, was dort tatsächlich passiert und welche Risiken gegebenenfalls bestehen.
Gemeindeverwaltung und Gemeinderat haben vom Zementwerk erst vor wenigen Tagen im Rahmen eines Bauantrags für die Abstützung einer Steinbruchwand, die der Sicherung der angrenzenden Filterstaubhalde dient, erfahren, dass diese infolge fortschreitender Erosion ihre abdichtende Funktion nicht mehr ausreichend erfüllt. An verschiedenen Stellen sind die giftigen und umweltschädlichen Filterstäube bereits ausgetreten. Es besteht die Gefahr, dass Schadstoffe in die Atmosphäre oder in das Grundwasser gelangen können. Zur Vermeidung erheblicher Umweltschäden plant das Zementwerk, die Felswand in den nächsten 5 Jahren zu sichern.
Bei der Gemeinderatssitzung am Montag hat die SPD-Fraktion dem Werk gegenüber klar verdeutlicht, dass wir eine Beseitigung der Filterstaubhalde fordern. Die rund 880.000 Tonnen Filterstäube, die auch das DNA schädigende Chrom 6 enthalten, sollen entfernt und auf einer dafür vorgesehenen Deponie gelagert werden. Sollte dies nicht möglich sein, muss die Halde sofort abgedichtet werden, so dass von ihr keine Gefahr für die Einwohner Walzbachtals ausgehen kann.
„Dieser Vorgang bildet eine existenzielle Bedrohung für das ganze Dorf“, so die SPD-Fraktion in ihrer Stellungnahme während der Sitzung. „Es kann nicht sein, dass die wirtschaftlichen Interessen des Werks höher eingeschätzt werden als die Gesundheit der Bevölkerung.“
Gemeinsam mit der CDU-Fraktion und der Fraktion der Grünen hat die SPD einen interfraktionellen Antrag gestellt und Sofortmaßnahmen gefordert, um den weiteren Austritt von umweltschädlichen und giftigen Stäuben kurzfristig und zeitnah zu verhindern. Weiterhin bitten wir um Klärung, wie das Werk sicherstellt, dass die giftigen Zementwerkstäube nicht in das Grundwasser gelangen.
Verurteilt haben wir auch die fehlende Transparenz des Werks, dem die Problematik schon seit Jahren bekannt ist!!! Auch das Landratsamt hat gegenüber der Gemeindeverwaltung geschwiegen, was geklärt werden muss.
Mit Bestürzung haben wir, wie auch die politische Gemeinde von der aktuellen Situation der mit Chrom 6 belasteten Filterstaublagerung im Steinbruch des Zementwerks Wössingen erfahren. Wir möchten Sie daher möglichst umfassend darüber informieren, wie die aktuelle Reaktion der Gemeinde und auch der SPD darauf ist.
Hier die Reaktion der Gemeindeverwaltung in einem Schreiben an die Leitung des Zementwerks.
Parallel dazu hat die SPD-Fraktion einen Fragen- und Forderungskatalog an das Zementwerk gerichtet, den Sie hier nachlesen können.
Rund 50 große und kleine Besucherinnen und Besucher kamen letzten Sonntag zur Ideenwerkstatt am Spielplatz beim Feuerwehrhaus Waghäusel zusammen. Mehr als 100 Vorschläge zeigen: Der neue Treff- und Spielplatz in der Ortsmitte ist vielen Menschen wichtig.
Der Standortwechsel des bisherigen Spiel- und Bolzplatzes wird durch den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses notwendig. Für uns ist klar: Wenn sich die Ortsmitte verändert, müssen die Menschen aus Waghäusel, besonders Kinder, Familien und Jugendliche, von Anfang an mitreden können.
Besonders häufig genannt wurden Rutschen, Schaukeln, Kletterangebote, eine Seilbahn und ein Trampolin. Wichtig sind außerdem Angebote für alle Altersgruppen, Schatten und gute Sitzmöglichkeiten sowie ein Trinkwasserspender. Auch ein Bezug zum Feuerwehrhaus – etwa durch ein Spielgerät im Feuerwehr-Design – fand viele Unterstützer. Die sortierte Sammlung finden Sie hier.
So geht es weiter
Wir werden die über 100 Ideen nun sorgfältig auswerten und thematisch bündeln. Klar ist auch: Nicht alles wird 1:1 umgesetzt werden können. Vielmehr wollen wir ein Gesamtkonzept entwickeln: mit Spielangeboten, Platz für Sport, ausreichend Schatten und Sitzmöglichkeiten sowie einer sinnvollen Verbindung zu Schule, Feuerwehrhaus und den weiteren Spielflächen.
Die Ergebnisse werden wir in die Gespräche mit der Stadtverwaltung einbringen. Denn die Ideen sollen nicht in einer Schublade verschwinden, sondern Grundlage für die Planung sein. Schon jetzt zeigt sich: Ein modernes Feuerwehrhaus und attraktive Spiel-, Sport- und Begegnungsflächen sind kein Gegensatz – sie können gemeinsam dazu beitragen, dass unsere Ortsmitte lebendig bleibt.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die dabei waren, mitdiskutiert, gemalt, geschrieben und ihre Ideen eingebracht haben. So entsteht ein Platz, der zu Waghäusel passt.
09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur
10.10.2026, 09:00 Uhr - 17:00 Uhr Landesvorstandsklausur
16.10.2026, 18:00 Uhr Weinerei
Am 16. Oktober um 18 Uhr öffnen Jusos und SPD Bad Schönborn wieder die Weinerei im Hof und Gewölbekeller in der …
29.11.2026 - 29.11.2026 Präsidium