Stadtverband
Am Donnerstag, den 27.4.2017 findet um 19 Uhr in der Gaststätte „Walhall“ in Bruchsal die jährliche Stadtverbandssitzung des SPD Stadtverbands Bruchsal statt.
Eingeladen sind die Mitglieder des Stadtverbands:
... und alle Freunde der SPD und interessierte Bürger.
Die Tagesordnung findet ihr hier.
Das diesjährige Neujahrsgespräch des SPD-Stadtverbandes fand in der Aula der Bruchsaler Johann-Peter-Hebel-Schule statt. Gerhard Schlegel, stellvertretender Vorsitzender des ausrichtenden Ortsverein Bruchsal, freute sich, zahlreiche Genossinnen und Genossen aus allen Bruchsaler Stadtteilen und der Kernstadt begrüßen zu können. Sein besonderer Willkommensgruß galt der Bruchsaler Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, dem SPD-Landtagsabgeordneten Daniel Born und der Bewerberin für den Bundestagswahlkreis Bruchsal-Schwetzingen, Neza Yildirim.
In ihrem anschließenden Grußwort betonte Oberbürgermeisterin Petzold-Schick die Werte der Solidarität und der Freiheit, die für die SPD und für eine offene Gesellschaft handlungsleitend seien. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der SPD-Gemeinderatsfraktion wurde von ihr gelobt. Mit herzlichem Applaus unterstrichen die Genosinnen und Genossen, dass sie Frau Petzold-Schick gerne bei ihrer erneuten Kandidatur bei der Wahl zur Oberbürgermeisterin im Juli unterstützen werden.
Die politische Situation in Baden-Württemberg bildete den Schwerpunkt der folgenden Rede des Landtagsabgeordneten Daniel Born. Er berichtete über die Notwendigkeit günstigen Wohnraum zu schaffen. Enttäuscht zeigte sich der wohnungsbaupolititsche Sprecher der SPD-Landtagsfraktion darüber, dass die zuständige Ministerin nicht alle nötigen Schritte unternehme, um den Mangel an bezahlbaren Wohnraum in den Wachstumsregionen zu beheben. Daniel Born mahnte auch, im Kampf gegen Rechtspopulisten nicht nachzulassen - gerade die Erinnerung an die, von den Nationalsozialisten ermordeten Sozialdemokraten, Ludwig Marum und Josef Heid zeige die Notwendigkeit, sich gegen Rassismus zu positionieren. In einem motivierenden Schlusswort warb er dafür, Neza Yildirim und Martin Schulz bei der Bundestagswahl im September zu unterstützen.
Engagiert stellte sich Neza Yildirim den Besuchern des Neujahrsgesprächs vor. Glaubwürdig legte die Juristin dar, wie wichtig es ihr ist, sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen. Als ehemalige Gemeinderätin kennt sie auch die Anliegen der Menschen vor Ort und aufgrund ihrer eigenen Zuwanderungsbiographie kennt sie die entsprechenden Herausforderungen aus eigenem Erleben.
Den inhaltlichen Schwerpunkt bildete ein Referat über Populismus. Fundiert erläuterte Andreas Hässler, Dozent bei der Landeszentrale für Politische Bildung, Begriff, Erscheinungsformen und Ursachen populistischer Bewegungen und Parteien. Er erläuterte, welche Zielgruppen sich besonders empfänglich für die von Populisten formulierten scheinbar einfachen Lösungen komplexer Probleme angesprochen fühlten. Strategien im Umgang mit Vertretern rechtspopulistischer Parolen bildeten einen Schwerpunkt seines Vortrags. Hier betonte der Referent die Notwendigkeit, durch gezieltes Nachfragen Detailtiefe einzufordern und sich klar gegen diskriminierende Positionen abzugrenzen. Diesen konkreten Strategien galten die meisten Redebeiträge am Ende des nachdenklich stimmenden Vortrags.
Gut informiert und mit großer Motivation im Hinblick auf die Wahl der Bruchsaler Oberbürgermeisterin am 9. Juli und den Wahlen zum Deutschen Bundestag am 24. September, endete für die Mitglieder und Gäste des SPD-Stadtverbands Bruchsal ein anregender politischer Jahresauftakt.
Anja Krug
Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gedachten Nachkommen und Mitglieder des SPD Stadverband Bruchsal dem verschleppten und ermordeten SPD Landtagsabgeordneten der Badischen Republik - Josef Heid .
Gestorben für die Freiheit
Josef Heid
Josef Heid wurde am 17. November 1882 in Stühlingen geboren.
Ab 1922 war Josef Heid im Bezirksamt Villingen als Regierungsinspektor tätig.
Schon früh war er in der SPD aktiv.
Der Wahl zum Stadtverordneten und zum Kreisrat folgte die Wahl zum Abgeordneten des Landtages der Badischen Republik im Jahr 1929. Josef Heid war damals 47 Jahre alt. Seine erste Frau ist früh verstorben. Josef Heid und sein Sohn Werner waren allein. In zweiter Ehe mit Anna, sie stammte aus Unteröwisheim bei Bruchsal, wurden Ihnen 2 Söhne geboren, Wilfried und Dietrich. Mit der sogenannten „Machtergreifung“ der NSDAP im Januar 1933 änderte sich das Leben von Josef Heid und seiner Familie schlagartig. Die SPD war im Reichstag die einzige Partei, die im Januar 1933 mit einem eindeutigen NEIN gegen die Ermächtigungsgesetze stimmte. 4 Monate später wurde die SPD verboten und alle gewählten Vertreter der SPD aus dem Landtag wurden in „Schutzhaft“ genommen.
Die NS -Gauleitung verfügte:
„ Führer der SPD, für die eine persönliche Gefährdung besteht oder zu befürchten ist, sind in Schutzhaft zu nehmen.“
Zunächst konnte sich Josef Heid bei Verwandten im Raum Bruchsal auf dem Dachboden verstecken. Jedoch, es zog ihn zu seiner Familie nach Villingen. Auf der Zugfahrt dorthin wurde er festgenommen. Die persönliche Gefährdung begann innerhalb des Bezirksgefängnisses Villingen und im KZ Heuberg. Misshandlungen und Klinikaufenthalt waren Folgen dieser sogenannten „Schutzhaft“ für Josef Heid. Noch 1933 wurde Josef Heid aus der Stadt Villingen ausgewiesen. Zuflucht fand Josef Heid diesmal mit seiner Familie in Bruchsal im Gartenweg. Seine Schwiegereltern hatten für die Familie ein kleines Gartenhäuschen gekauft.
Josef Heid
musste sich jede Woche bei der Polizei melden
hatte Berufsverbot
bekam nur 50% seiner ihm zustehenden Pension
In dieser schweren Zeit fand er Unterstützung in der Verwandtschaft, aber auch bei Mitbürgern.
Überliefert ist, dass Josef Heid bei einem Bruchsaler Gastwirt in der Werner von Siemens Straße Buchhaltungsarbeiten gemacht hat.
1944, einige Tage nach dem missglückten Attentat auf Hitler gingen Josef Heid und Sohn Dietrich, er war gerade mal 11 Jahre alt, gemeinsam in die Stadt. Hinter der Eisenbahnunterführung verabschiedeten sie sich. Der Sohn wollte ins Schwimmbad, der Vater in die Stadt. Wenige Minuten später wurde Josef Heid auf der Kaiserstraße verhaftet. Es war eine längst vorbereitete reichsweite Verhaftungsaktion der Gestapo nach dem gescheiterten auf Attentat auf Adolf Hitler "Aktion Gitter". Die Nazis hatten nur die Gelegenheit abgewartet um missliebige Gegner des Systems einzusperren.
„Wir haben den Vater nie wieder gesehen“ berichtet der Sohn Dietrich in den 90er Jahren.
Josef Heid wurde von Bruchsal aus in das KZ Dachau verbracht.
In einem Schreiben der Lagerverwaltung wurde der Familie mitgeteilt :
„der Häftling sei an einer Lungenlähmung gestorben,
die Leiche bereits eingeäschert und die Urne beigesetzt worden.
Todestag 21. Dezember 1944"
Die Söhne haben auf den Grabstein der Familie die Inschrift anbringen lassen:
Josef Heid 1882 -1944
Ermordet im KZ Dachau
Zur Erinnerung für uns und zur Ehre von Josef Heid tragen seit März 1952 in Unteröwisheim und seit August 1972 in Bruchsal jeweils eine Straße seinen Namen. Auch in Villingen, dem Ort seines politischen Wirkens, erinnern ein Platz und eine Gedenktafel an Josef Heid.In Karlsruhe wurde zur Erinnerung an Josef Heid vor dem Ständehaus, dem ehemaligen Sitz des badischen Landtags, ein Stolperstein gesetzt.
Josef Heid hatte seine politischen Überzeugungen nie abgelegt.
Es ist unsere Aufgabe regelmäßig zu erinnern,
damit gleiches Unrecht nie wieder geschehen kann.
für den SPD-Stadtverband
Ernst-Friedrich Schäfer
Der SPD Stadtverband Bruchsal traf sich am Donnerstag den 29.Dezember zur traditionellen Winterwanderung zwischen den Jahren auf dem Michaelsberg. Bei herrlichstem Winterwetter konnte Heribert Gross, Vorsitzender des Ortsverein Untergrombach, der die diesjährige Wanderung ausrichtete, annähernd 100 Teilnehmer begrüßen. Die Wanderer kamen nicht nur aus Untergrombach und den übrigen Bruchsaler Stadteilen, sondern auch aus den Gemeinden der nahe-gelegenen Rheinebene. Sogar ein Ehepaar aus Frankreich hatte den Weg zu uns gefunden.
Franz Lechner, ein weit über die Grenzen Untergrombachs hinaus bekannter Journalist, Biologe und Naturfotograf führte die Gruppe rund um den 268,8 m hoch liegenden Gipfel des Michaelsberges (Gewann Lärmenfeuer). Anschaulich erläuterte er an Hand von Fotografien die verschiedenen seltenen Blumen, wie zum Beispiel Hainwachtelweizen, Wiesenwachtelweizen und Hummelragwurz, die nur auf dem Trockenrasen des Michaelsbergs wachsen. Er beschäftigte sich daneben ausführlich mit der Insekten- und Schmetterlingswelt, die sich hier aufgrund der außergewöhnlichen klimatischen Bedingungen heimisch fühlt. Anschaulich erklärte er die verschiedenen Lebensräume wie die Trockenmauern und Steinriegel, die über Jahrhunderte durch die Weinbauern aufgeschichtet wurden und vielen Eidechsen und Insekten Unterschlupf bieten. Insbesondere seine Ausführungen über das Naturschutzgebiet Kaiserberg mit seiner klimatischen und geologischen Ausnahmestellung fanden großes Interesse.
Selbst alt eingesessene Untergrombacher erfuhren so neues über den faszinierenden Lebensraum Michaelsberg vor unserer Haustür. Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born, der die Wanderung begleitete, bedankte sich im Anschluss bei unserem sachkundigen Guide Franz Lechner für die unterhaltsame und lehrreiche Führung. Viel wissenswerte könne er für seine Arbeit im Umweltausschuss des Landtags mitnehmen. Sein besonderer Dank ging an das Organisationsteam Horst Gringmuth und Heribert Gross. Zum geselligen Abschluss im Restaurant Michaelsberg stießen noch etliche fußkranke Senioren dazu. Mit einem grandiosen Abendhimmel fand der Tag einen würdigen Abschluss.
H.G.
19.06.2026, 15:00 Uhr - 20.06.2026, 17:30 Uhr Landesparteitag
Liebe Genoss:innen, liebe Interessierte,
wir machen uns nichts vor: Nach dem niederschmetternden Er …
03.07.2026, 12:00 Uhr - 14:00 Uhr Betriebsbesichtigung des Kerntechnischen Entsorgungsbetriebs
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10.07.2026 - 10.07.2026 Treffen der Landesspitze
25.07.2026, 00:00 Uhr - 12:00 Uhr Konstituierende Sitzung des Landesvorstands
11.09.2026 - 11.09.2026 Präsidium