SPD-Stellungnahme zur Kriminalstatistik

Gerhard Schlegel für die SPD-Fraktion

Die SPD bedankt sich im Namen der Bürger bei den Beamten des Polizeireviers Bruchsal und der Kriminalinspektion Bruchsal. Wir sind froh, daß es diese beiden Präsenzdienststellen in Bruchsal gibt und wissen um die immense Arbeit, die dort täglich geleistet wird. Eine Bewertung der vorgestellten Zahlen fällt wegen  der außergewöhnlichen Vorjahre schwer. Aus diesem Grund erfolgte lediglich die Bitte den Innenstadtraum insbesondere in den Abendstunden der Wochenenden verstärkt ins Auge zu nehmen und insbesondere mittels Fußstreifen eine durchaus gewünschte Bürgernähe und ein subjektives Sicherheitsgefühl zu fördern. Der Rückgang der Tageswohnungseinbruchzahlen im Vergleich zu den Vorcoronajahren ist sehr positiv zu bewerten.

SPD Bad Schönborn mit vier Delegierten auf dem Landesparteitag

Die SPD Bad Schönborn war am 21. Oktober mit gleich vier Delegierten in der 15-köpfigen Delegation der Kreis-SPD auf dem Landesparteitag in Heilbronn vertreten.

Die Bad Schönborner*innen Alessia Imperiale, Helen Hanke, Lea Zimmermann-Häfner und Dennis Eidner setzten sich mit Abstimmungen und Wahlen für ein sozialeres Europa ein. Eine Politik gegen Abschottung und nationalistische Bestrebungen. Für die Zukunft Baden-Württembergs, das im Herzen Europas liegt, sei die EU von entscheidender Bedeutung, wirtschaftlich und kulturell. „Unsere Antwort auf Hass und Spaltung muss eine noch sozialere Politik sein“, so die Delegation.
 

Ein Höhepunkt des Tages war der Austausch mit Katarina Barley, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, bei dem sie die Arbeit und den Tatendrang des Ortsvereins lobte. Der SPD Ortsverein Bad Schönborn sei einer der jüngsten Ortsvereine Deutschlands. Der Ortsverein schaffe es eine offene, mutige und mitreißende Politik zu leben und damit auch für Jung bis Alt ein breites Angebot zur Beteiligung zu machen. Die SPD Baden-Württemberg wählte auf dem Parteitag René Repasi aus Karlsruhe-Land zum Spitzenkandidaten für die Europawahl 2024.

Antisemitismusbeauftragter Blume zu Gast bei der SPD

Am Montag war der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg, Michael Blume, bei uns in Bruchsal-Untergrombach zu Gast, für ein Plädoyer zur Sensibilisierung für den Umgang mit Antisemitismus.

Vor etwa 70 Anwesenden zeigte Blume die Ursprünge des Antisemitismus auf, die in den Wurzeln des Judentums als der ersten alphabetisierten und gebildeten Religion der Welt liegen, was seitdem überall auf der Welt für Argwohn und die Verbreitung von Verschwörungsmythen gegen Juden gesorgt hat - selbst dort, wo es weit und breit gar keine Juden gibt.

Auch beschrieb Blume den Unterschied zwischen Dualisten und Monisten, in dem Dualisten die Welt in Gut und Böse einteilen und den Juden als Ausdruck des Antisemitismus die Rolle des bösartigen Feindbilds zuweisen, während Monisten für eine semitische Weltanschauung einer freiheitlichen, rechtstaatlichen und gebildeten Gesellschaft eintreten, in der jeder Mensch gleich viel wert ist.

Weingemeinde leben: Über 120 Gäste besuchten die Weinerei

Am Freitagabend kam nach dem Regen die Abendsonne raus und der historische Hof in der Badstraße verwandelte sich erneut in ein Weinlokal mit Wohnzimmerflair.
 

Jeder Gast erhielt ein leeres Glas und konnte von den Dutzenden offenen Weinflaschen auswählen. Außerdem gab es regionale Snacks, Suppe, Holzer-Backwaren, Lagerfeuer und Musik. Mit dem solidarischen Bezahlprinzip „Gib, was du willst“, konnte jede*r selbst entscheiden, wie viel er/sie für den Wein zahlt. In gemütlicher Atmosphäre unterhielten sich viele Besucher*innen, Gemeinderät*innen und Bürgermeister Klaus Detlev Huge auch über aktuelle Bad Schönborner Themen. Veranstaltet wurde die traditionelle Weinprobe vom SPD Ortsverein und den Jusos.
 

„Viele Familienbetriebe prägen das Kulturgut Wein in Bad Schönborn und in der Region. Unsere Weinberge sind zudem ein beliebtes Ausflugsziel und tragen so zum Tourismus unserer Kurgemeinde bei“, so der Vorsitzende Dennis Eidner. Das Potential zeigte sich an diesem Abend auch mit dem Besucherrekord, der 2018 ins Leben gerufenen Veranstaltung. „Die Weinerei passt zu Bad Schönborn. Gemeinsam wollen wir weiter unsere Weingemeinde stärken und feiern“, so die stellv. Vorsitzende Alessia Imperiale.

Am Abend wurde die große Vielfalt dieses Kulturguts präsentiert. Es konnten Weine vom Weingut Rainer Weidemann und Rudolf Bosch und vom Weltladen Bad Schönborn in der Weinerei probiert werden. Der SPD Ortsverein bedankt sich vor allem bei den örtlichen Weingütern und Weinhändler*innen für die großartige Zusammenarbeit.

Die Verantwortung bleibt

Heute jährt sich einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Südwestdeutschlands: Am 22. Oktober 1940 wurde innerhalb weniger Stunden nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung Badens in das südfranzösische Internierungslager „Camp de Gurs“ deportiert. Ziel war es, die Region als eine der ersten im Deutschen Reich „judenfrei“ zu machen.
Der Deportation fielen über 6.500 Jüdinnen und Juden zum Opfer, darunter 122 aus dem damaligen Landkreis Bruchsal. Während die Menschen aus den Umlandgemeinden mit Lastwagen nach Bruchsal gebracht wurden, wurden die Bruchsaler Juden durch die Stadt zum Bahnhof getrieben. All das geschah unter den Augen der hiesigen Bevölkerung. Zu viele haben damals weggesehen, zu wenige haben Widerstand geleistet.

Und heute? Wir blicken mit Entsetzen auf die feigen Terrorakte, die die Hamas gegen den Staat Israel und seine Bevölkerung verübt haben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Angriffe, ihren Hinterbliebenen und allen, die um Leib und Leben bangen. Unsere Solidarität gilt den Menschen in Israel, dem einzigen jüdischen Staat der Welt. Es ist aus unserer Geschichte heraus unsere immerwährende Aufgabe, für die Existenz und für die Sicherheit des Staates Israel einzustehen. Deshalb ist es gut, dass die Bundesregierung unter Olaf Scholz handelt: Als erster Regierungschef besuchte der Kanzler das Land seit Beginn der Angriffe.

Der andauernde Krieg in der Ukraine, die neue Eskalation im Nahen Osten – trotz des Weltgeschehens die Hoffnung nicht zu verlieren, ist keine leichte Aufgabe.

Vielleicht gibt es aber Lichtblicke im Kleinen: Vor 83 Jahren wurden in der Region Jüdinnen und Juden im Namen des Nationalsozialismus ermordet – heute steht Deutschland fest an der Seite des jüdischen Staates. Das zeigt: Aussöhnung, Freundschaft und Solidarität sind nie unmöglich – egal, was einmal geschehen ist. Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten glauben wir daran, dass Frieden stärker ist als Krieg.

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11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium

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