Warum Bad Schönborn Stolpersteine setzt

Stolpersteine in der Leopoldstraße

Erste Verlegung am 26.6.2017

Angesichts des aktuellen Generationswechsels unserer Gesellschaft und dem gleichzeitigen Verlust der Zeitzeugen, besteht die Gefahr, dass die Greueltaten des Nationalsozialismus in den Schubladen der Geschichte aufgeweicht werden, sich in historische Ereignisse einreihen, und so dem Vergessen und der Gleichgültigkeit Vorschub leisten.  Gleichgültigkeit führt zu Desinteresse an Politik und Geschichte, mündet in der Entpolitisierung und mangelnder Empathie.  Elie Wiesel, Auschwitz Überlebender und Friedensnobelpreisträger von 1986 sagte vor dem deutschen Bundestag im Jahr 2000: „ Wer sich dazu herbeilässt, die Erinnerung an die Opfer zu verdunkeln, der tötet sie ein zweites Mal.“

Dieses Zitat könnte auch für seine Lebensaufgabe stehen, denn seit seiner Befreiung im April 1945 wirkt und arbeitet Wiesel gegen das Vergessen, gleichzeitig für Versöhnung und Frieden. 

Diese Grundhaltung des Erinnerns hat sich auch Gunter Demnig durch die Stolpersteine zur Lebensaufgabe gemacht.  Mit bislang über 60‘000 verlegten Stolpersteinen in 20 europäischen Staaten und über 1‘000 deutschen Städten und Gemeinden hat er das größte dezentrale Mahnmal der Welt eigenhändig geschaffen.  Wer stolpert hält inne und denkt nach.  Zehn mal zehn Zentimeter Stein mit aufgesetzter und beschrifteter Messingplatte eingelassen auf dem Gehweg … .  Ein bescheidener Hingucker, nach dem man sich bücken muss, um zu erfahren wer hier gewohnt hat und Opfer der Naziherrschaft wurde.  Diese Opfer haben keine Grabsteine und keine Friedhöfe, die an ihre Namen erinnern.  Gunter Demnig gibt ihnen ihren Namen zurück und sagt in einem Dokumentarfilm bei arte: „Man stolpert nicht und fällt hin, mal stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“ 

Das Stelenfeld in Berlin, das jüdische Zentrum mit Synagoge in München, der Glaskubus in Mannheim sind Beispiele aus der Liste von zentralen Mahnmalen, Gedenkstätten, Museen und Bildungseinrichtungen in Deutschland, die an die Opfer der Nazidiktatur erinnern. 

Ortsgeschichte kann nicht nur aus positiven Erinnerungen und Veränderungen bestehen.  Sie muss geradezu die schrecklichen und schmerzlichen Ereignisse erzählen und aufrechterhalten um vollständig, ehrlich und authentisch zu sein. 

Gunter Demnig gibt den Opfern ihren Namen und ihre Heimat zurück, holt sie aus dem anonymen Gedenken zurück in ihren Ort, in ihre Straße, vor ihr altes Haus. 

Mit sechs Stolpersteinen kommen sechs Menschen zurück in das Bewusstsein von Bad Schönborn und bezeugen unbequem und schmerzhaft, dass das Grauen und das Unrecht auch in kleinsten Gemeinden mit dichtem sozialem Geflecht wüten konnten. 

Selma Isaac’s Stein ist in der Dammstraße zu finden, Franziska Moses‘ liegt in der Bruchsaler Straße.  In der Leopoldstraße sind gleich vier Stolpersteine verlegt.  Emma und Julius Falk, sowie Elsa Falk wurden 1940 deportiert und getötet.  Herbert Falk, Julius‘ Sohn, emigrierte siebenjährig 1938 mit seiner Oma Betty Oestreicher und seinem Onkel Max in die USA, wo er heute 86-jährig noch lebt. 

Sophie Harling und Jutta Fischer von der Musikschule Mehrklang begleiteten die Steinverlegung musikalisch mit Klezmer, der alten jüdisch-osteuropäischen Musikkultur, die ebenfalls fast dem Holocaust zum Opfer fiel.  In würdevoller Zeremonie wurde jede Steinverlegung mit dem Vorlesen der jeweiligen Biografie begleitet.  Regina Brüsewitz, Sophie Harling, Laura Rachor und Nora Fleckenstein gaben den Erinnerten ein Gesicht und eine Geschichte, setzten sie zurück in ihre nachbarschaftliche Vergangenheit. 

Das Ende der Stolpersteinverlegung fand im Sitzungssaal des Rathauses in Mingolsheim statt.  Uta Schäfer und Eike Schmidt-Lange spielten auf Querflöte und Geige unter anderem das Stück „Ha tikva“ – die Hoffnung – das seit 1897 das Nationallied der zionistischen Bewegung und seit 1948 Nationalhymne des Staates Israel ist. 

Die SPD dankt den Initiatoren Angelika Messmer, Tobias Rachor, Hans-Georg Schmitz, Eike Schmidt-Lange und Felix Harling, sowie Gunter Demnig, dem Stolpersteinverleger.

Landtagsabgeordneter Born: „Forst und Hambrücken schreiben hier gemeinsam eine Erfolgsgeschichte“

(Forst). Vor fünf Jahren starteten die ersten 41 Schulen in Baden-Württemberg als Gemeinschaftsschulen. Mittlerweile sind es ca. 300 im Lande und selbst die einst größten Skeptiker erkennen die zahlreichen Vorteile der noch jungen Schulart. Anlässlich dieses erfreulichen Geburtstages hat Landtagsabgeordneter Daniel Born die Gemeinschaftsschulen zu einem Schwerpunkt seiner diesjährigen Dialog-Tour gemacht. Sein Angebot, die Schulen zu besuchen wurde vielerorts gerne angenommen und führte ihn auch in die Lusshardtschule in Forst. „Vor 5 Jahren hat sich Baden-Württemberg auf den Bildungsaufbruch eingelassen und mit den Gemeinschaftsschulen neuen Konzepten und mehr Elternwahlfreiheit Raum gegeben. Als Mitglied des Bildungsausschusses ist es mir wichtig anlässlich dieses Jubiläums vor Ort nachzufragen, was richtig gut gelingt und wo der Schuh drückt. Nur so, können wir Bildungspolitik immer besser machen.“ In Begleitung von SPD-Gemeinderat Patrick Fischer wurde der Landespolitiker von Schulleiter Stephan Walter empfangen und führte zunächst ein ausführliches Gespräch. Erfreut berichtete Walter von den Investitionen, die sowohl am Standort Hambrücken (4,5 Mio. Euro) als auch am Standort Forst (500 Tsd. Euro) getätigt werden konnten, damit die Schule auch künftigen Anforderungen gerecht werden kann.

Selbst erst seit wenigen Monaten an die Lußhardtschule gewechselt, kann sich der Schulleiter freuen, dass mit 65 Anmeldungen für das kommende Schuljahr die Zahlen für sich sprechen. "Diese ausgesprochen positive Resonanz mit den höchsten Anmeldezahlen aller Gemeinschaftsschulen in Karlsruhe-Land bestärkt die Leitung und das Kollegium ebenso wie den Schulträger enorm in der Überzeugung, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben", so Walter. Wichtig sei ihm insbesondere auch die Tatsache, dass in der GMS Forst-Hambrücken die Heterogenität der Schülerschaft die gesamte Breite der Schullandschaft abbilde. "Dass gemeinsames Lernen die Lust am Lernen ebenso fördert wie die Leistungsorientierung der Schule, ist noch nicht in allen Köpfen gleichermaßen verankert", ergänzte Patrick Fischer. Dies sei aber wichtig, um darzustellen, was an der Schule alles geleistet werde.

 

Frauentreff mit Neza Yildirim

35 Grad können Frauen nicht davon abhalten ins „Sellawie“ zu kommen…

Alle hatten „die politisch engagierte Deutsche mit Migrationshintergrund, guter Ausbildung, Familie mit 2 Kindern und eigenem Unternehmen“ (so die ersten Sätze ihres Internetauftritts) bereits auf offiziellen Veranstaltungen kennen gelernt. Nun ergab sich die Möglichkeit zu ganz persönlichen Gesprächsinhalten mit Neza Yildirim, der Kandidatin der SPD für den Deutschen Bundestag.

Diese war sehr angetan vom Ambiente der Lokalität und nutzte bis zum Beginn die Gelegenheit einer freundlicherweise spontan angebotenen Führung. Danke an das „Sellawie“-Team für die immer wieder freundliche und entgegenkommende Aufnahme!

Bei Flammkuchen, kühlen Getränken kam „frau“ von einem Thema zum anderen. Zuerst interessierte sich Neza für unsere Gemeinde. „Wohnen: neue Baugebiete -  Leben: Angebote der Vereine, Kultureinrichtungen, Badesee (!!!) - Arbeiten in Forst“. Stolz konnten wir berichten, dass die SPD- Fraktion in der Vergangenheit wesentliche Impulse setzte, die einen Schwerpunkt der Kandidatin betrifft: die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Darüber hinaus aber auch, wie die anwesenden Frauen im Alltag Unterstützung aus der Familie erfahren. Weiterhin, welche Dinge Kindern je nach Alter zugetraut werden können und welche Abhängigkeiten und Möglichkeiten es in den Gemeinden gibt Selbstständigkeit zu entwickeln. So manche Schilderung gab Anlass zum Schmunzeln.

10 Fahrradboxen am Bahnhof Untergrombach aufgestellt

Fahrradgaragen am Bahnhof Untergrombach

Fahrradboxen sind an den meisten S- Bahnhöfen im Bereich des KVV und RNV seit Jahren schon in größeren Stückzahlen vorhanden. Seit einigen Jahren forderten wir ein solches Angebot auch für Untergrombach. Lediglich am GBZ waren 15 Boxen für ganz Bruchsal vorhanden. Nun endlich wurden in einem ersten Baulos zehn Fahrradgaragen in Untergrombach aufgestellt. Pendler haben die Möglichkeit, auch hochwertige Fahrräder sicher am Bahnhof zu verwahren. 40 solcher Garagen wurden in Bruchsal aufgestellt – außer den 10 in Untergrombach wurden 20 in Bruchsal, sieben in Heidelsheim und drei in Helmsheim aufgestellt. Die Gesamtkosten von 105000 € teilen sich Stadt und Land. Die SPD Untergrombach fordert, dieses Angebot in den nächsten Jahren kontinuierlich auszubauen. Erfreulicherweise wurden im Zuge dieser Baumaßnahme auch die bereits vorhandenen Fahrradständer erneuert.

Bei Interesse wenden Radfahrer sich bitte an das Ordnungsamt Bruchsal, per E-Mail: ordnungsamt@bruchsal.de  Rosemarie Herzog, per Telefon: (0 72 51) 79-469.

H.Gross

Gehaltsbegrenzung für Manager gefordert

Bericht aus den BNN vom 29.06.2017

Kreisdelegiertenkonferenz der SPD Karlsruhe-Land / Kommunalpolitische Aktionen angekündigt

Termine

Alle Termine öffnen.

30.08.2026 Ausflug zum Roten Winzer für alle Mitglieder und Freunde der SPD
Achtung: Dieses Jahr wegen Streckensperrung geänderte Fahrtrouten/-zeiten: Abfahrt: …

11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium

19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur

02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium

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