Weingemeinde leben: Über 120 Gäste besuchten die Weinerei

Am Freitagabend kam nach dem Regen die Abendsonne raus und der historische Hof in der Badstraße verwandelte sich erneut in ein Weinlokal mit Wohnzimmerflair.
 

Jeder Gast erhielt ein leeres Glas und konnte von den Dutzenden offenen Weinflaschen auswählen. Außerdem gab es regionale Snacks, Suppe, Holzer-Backwaren, Lagerfeuer und Musik. Mit dem solidarischen Bezahlprinzip „Gib, was du willst“, konnte jede*r selbst entscheiden, wie viel er/sie für den Wein zahlt. In gemütlicher Atmosphäre unterhielten sich viele Besucher*innen, Gemeinderät*innen und Bürgermeister Klaus Detlev Huge auch über aktuelle Bad Schönborner Themen. Veranstaltet wurde die traditionelle Weinprobe vom SPD Ortsverein und den Jusos.
 

„Viele Familienbetriebe prägen das Kulturgut Wein in Bad Schönborn und in der Region. Unsere Weinberge sind zudem ein beliebtes Ausflugsziel und tragen so zum Tourismus unserer Kurgemeinde bei“, so der Vorsitzende Dennis Eidner. Das Potential zeigte sich an diesem Abend auch mit dem Besucherrekord, der 2018 ins Leben gerufenen Veranstaltung. „Die Weinerei passt zu Bad Schönborn. Gemeinsam wollen wir weiter unsere Weingemeinde stärken und feiern“, so die stellv. Vorsitzende Alessia Imperiale.

Am Abend wurde die große Vielfalt dieses Kulturguts präsentiert. Es konnten Weine vom Weingut Rainer Weidemann und Rudolf Bosch und vom Weltladen Bad Schönborn in der Weinerei probiert werden. Der SPD Ortsverein bedankt sich vor allem bei den örtlichen Weingütern und Weinhändler*innen für die großartige Zusammenarbeit.

Die Verantwortung bleibt

Heute jährt sich einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Südwestdeutschlands: Am 22. Oktober 1940 wurde innerhalb weniger Stunden nahezu die gesamte jüdische Bevölkerung Badens in das südfranzösische Internierungslager „Camp de Gurs“ deportiert. Ziel war es, die Region als eine der ersten im Deutschen Reich „judenfrei“ zu machen.
Der Deportation fielen über 6.500 Jüdinnen und Juden zum Opfer, darunter 122 aus dem damaligen Landkreis Bruchsal. Während die Menschen aus den Umlandgemeinden mit Lastwagen nach Bruchsal gebracht wurden, wurden die Bruchsaler Juden durch die Stadt zum Bahnhof getrieben. All das geschah unter den Augen der hiesigen Bevölkerung. Zu viele haben damals weggesehen, zu wenige haben Widerstand geleistet.

Und heute? Wir blicken mit Entsetzen auf die feigen Terrorakte, die die Hamas gegen den Staat Israel und seine Bevölkerung verübt haben. Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Angriffe, ihren Hinterbliebenen und allen, die um Leib und Leben bangen. Unsere Solidarität gilt den Menschen in Israel, dem einzigen jüdischen Staat der Welt. Es ist aus unserer Geschichte heraus unsere immerwährende Aufgabe, für die Existenz und für die Sicherheit des Staates Israel einzustehen. Deshalb ist es gut, dass die Bundesregierung unter Olaf Scholz handelt: Als erster Regierungschef besuchte der Kanzler das Land seit Beginn der Angriffe.

Der andauernde Krieg in der Ukraine, die neue Eskalation im Nahen Osten – trotz des Weltgeschehens die Hoffnung nicht zu verlieren, ist keine leichte Aufgabe.

Vielleicht gibt es aber Lichtblicke im Kleinen: Vor 83 Jahren wurden in der Region Jüdinnen und Juden im Namen des Nationalsozialismus ermordet – heute steht Deutschland fest an der Seite des jüdischen Staates. Das zeigt: Aussöhnung, Freundschaft und Solidarität sind nie unmöglich – egal, was einmal geschehen ist. Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten glauben wir daran, dass Frieden stärker ist als Krieg.

Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg – Klares Bekenntnis zur Europäischen Union

Ein souveränes, demokratisches und soziales Europa ist die Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit – dieses Signal ging vom Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg in Heilbronn aus. Mit einem starken Ergebnis wählte die Südwest-SPD René Repasi zu ihrem Spitzenkandidaten für die Europawahl 2024 und zeigte sich auch in schwierigen Fragen der Asyl- und Geflüchtetenpolitik geschlossen.

Bahnprojekt Mannheim-Karlsruhe: Keine Zerschneidung der Stutenseer Gemarkung!

von Wolfgang Sickinger, SPD-Fraktionsvorsitzender in Stutensee

Anlässlich der Informationsveranstaltung und Ortsbegehung der Bürgerinitiative Karlsruhe-Molzau, die am Wochenende in Spöck und Staffort stattgefunden haben, verdeutlichen wir nochmals unsere Position zur zukünftigen Güterbahntrasse Mannheim-Karlsruhe. Wir erkennen die Notwendigkeit der neuen Güterstrecke im Sinne des Klimaschutzes an, fordern aber eine Lösung, die die geringsten Belastungen für Mensch und Natur mit sich bringt und durch wirksame Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen begleitet wird.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir es sehr, dass die Verantwortlichen der Bahn ein transparentes Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet haben. Wir hoffen, dass die Anregungen, die im Rahmen von Dialogforen, Workshops und öffentlichen Veranstaltungen zur Trassenfindung eingebracht wurden und noch werden, in der endgültigen Entscheidung ihren Niederschlag finden.

Umso größer ist die Enttäuschung, dass die Vertreter der Bahn immer noch an Trassenvarianten festhalten, die auf gewachsene Strukturen und Zusammenhänge keine Rücksicht nehmen. Davon betroffen sind insbesondere die Gemarkungen von Stutensee und unserer Nachbargemeinde Karlsdorf-Neuthard.

Einerseits begrüßen wir es sehr, dass die Pläne zum Ausbau der Bestandsstrecke zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe keine Rolle mehr spielen; wäre damit doch ein unzumutbarer Eingriff in die beiderseits der Strecke vorhandene Siedlungsstruktur unserer Stadtteile Friedrichstal und Blankenloch verbunden. Andererseits ist es für uns nicht vorstellbar, dass eine mögliche Trassenvariante von Norden her kommend zwischen Friedrichstal und Spöck hindurch und weiter südlich an Staffort vorbei Richtung A5 geführt werden könnte. Unsere Gemarkung würde völlig zerschnitten und wertvolle landwirtschaftliche Flächen und Naturräume wären betroffen.

Besonders schwerwiegend wären die Auswirkungen für Staffort, das nicht nur wie bisher von Osten her durch den Lärm der A5, sondern zusätzlich von Süden und Westen her durch die Bahnstrecke beeinträchtigt würde. So wären der Stafforter Wald und der Baggersee als wichtige Naherholungsgebiete nur noch über Brückenbauwerke, durch Unterführungen oder Umwege erreichbar.

Natürlich ist uns klar, dass es keine unschädliche Idealtrasse in unserer dicht besiedelten Region geben wird; aber uns ist wichtig, dass eine Neubaustrecke gewählt wird, die mögliche Beeinträchtigungen für Mensch und Natur gering hält. Sollte sich die Bahn deshalb für eine Trassenbündelung entlang der A5, der wahrscheinlichsten Linienführung, entscheiden, müsste dies aber mit einem wirksamen Lärmschutz einhergehen. Für Staffort würde dadurch sogar die gegenwärtige Situation verbessert.

Die SPD-Fraktion wird das weitere Verfahren kritisch begleiten und sich entschieden gegen eine Zerschneidung der Stutenseer Gemarkung einsetzen.

 

Statement der SPD zum Parteieintritt von OB Petzold-Schick

Parteieintritte sind sehr persönliche Entscheidungen, die zu respektieren sind. Das Mitwirken in demokratischen Parteien ist unerlässlich für eine funktionierende Demokratie. Daher verdient der Schritt von Oberbürgermeisterin Petzold-Schick Respekt. Er ist konsequent vor dem Hintergrund ihres bisherigen politischen Handelns, auch wenn sich hierbei ebenso Schnittmengen zur SPD zeigen.
Wir erwarten daher eine Fortführung der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Oberbürgermeisterin und unserer Fraktion. Gleiches gilt für den gesamten Gemeinderat. Schließlich zeigt das neue Parteibuch von Frau Petzold-Schick nichts, was nicht schon vorher an inhaltlichen Maßstäben da war.

Martina Füg, Anja Krug, Alexandra Nohl, Gerhard Schlegel und Fabian Verch

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05.11.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Ludwig-Marum-Preisverleihung
Mit dem Ludwig-Marum-Preis 2026 würdigt die  SPD Karlsruhe Paul Theobald für sein  jahrzehntelanges auß …

18.11.2026, 19:00 Uhr Ortschaftsrat Untergrombach
Die nächste öffentliche Sitzung des Ortschaftsrats Untergrombach findet am 18.11. statt.

25.11.2026, 19:00 Uhr Stammtisch OV Untergrombach
Unser nächster Stammtisch findet am 25.11. statt. 

29.11.2026 - 29.11.2026 Präsidium

06.12.2026, 17:30 Uhr Nikolaus im Weihnachtshof
Im Rahmen des Lebendigen Adventskalenders kommt der Nikolaus am 6. Dezember um 17:30 Uhr in den Weihnachtshof in d …

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