Schulstandort Waghäusel zukunftssicher ausbauen
Am Donnerstag, den 21. Februar, kam die SPD Waghäusel zu ihrer nächsten Vorstandssitzung zusammen. Dabei war neben dem Ärztlichen Notdienst die Schullandschaft in Waghäusel das bestimmende Thema.
Stadtrat Roland Herberger betonte dabei, dass die Schulentwicklung und Bildungsplanung in der baldigen Großen Kreisstadt Waghäusel im größeren Zusammenhang der Region nördlicher Landkreis/Bruhrain gesehen werden müsse. In diesem Raum hat Waghäusel, von der Bevölkerungszahl und der Wirtschaftskraft her gesehen, eindeutig eine Zentrumsfunktion. Um jedoch in bildungspolitischer Hinsicht zukunftsfähig zu bleiben müsse man seinen demnächst 21.000 Einwohnern einfach mehr anbieten. „Dies ist keine Kritik und auch keine Aussage gegen irgendeine der bestehenden Schulen oder Schulformen in Waghäusel, im Gegenteil. Aber die Bildungslandschaft ist landesweit und bundesweit in Bewegung, und darauf müssen und wollen wir reagieren. Wir wollen und müssen den sollten alles dafür tun, den Schulstandort Waghäusel sinnvoll und konstruktiv weiterzuentwickeln“ so Herberger in seinen Ausführungen.
Die momentanen Veränderungen der Schullandschaft im gesamten Land böten auch für Waghäusel die Möglichkeit, seinen Schulstandort zukunftssicher auszubauen und langfristig zu sichern – auch im Zusammenspiel mit den umliegenden Gemeinden im Umkreis. Die Entwicklung der Schülerzahlen sei teilweise alarmierend, und genau vor diesem Problem stehe man auch in Waghäusel. Trotz Ganztagesschulbetreuung, trotz Schulsozialarbeit. Darauf müsse man nun schnellstmöglich angemessen und zukunftsfähig reagieren. „Es nützt nichts, wenn wir in ein allgemeines Gejammer, Schwarzmalerei oder eine Schockstarre verfallen. Von Gemeinderat und Verwaltung werden Konzepte und Entscheidungen erwartet. In der jetzigen Situation haben wir noch die Möglichkeit, die Weichen zu stellen für tragfähige Lösungen“ so Herberger weiter.
„Wir von der SPD-Fraktion sind offen für überzeugende Vorschläge und Pläne, für sachliche, lösungsorientierte Gespräche mit allen Betroffenen und Beteiligten, die bereit sind, gemeinsam diesen Weg zu gehen. Es gilt, alle Waghäusler Kinder und ihre Eltern mitzunehmen, und ein bestmögliches Bildungs-, Betreuungs- und Förderangebot in der Stadt Waghäusel bereitzustellen“ betonte Herberger in seinen weiteren Ausführungen vergangenen Donnerstag. Man sei dabei ganz entschieden der Meinung, dass in Waghäusel in Zukunft alle Bildungsabschlüsse der Sekundarstufe 1 – und darüber hinaus auch ein Abschluss der Sekundarstufe 2 (Gymnasium oder gymnasiale Oberstufe) möglich sein müsse. Damit wolle man eine weitere Verbesserung der Bildungschancen für die Waghäusler Schüler vor Ort, und die Gelegenheit dazu sei gegeben. Um das zu erreichen, brauche man natürlich ein überzeugendes Votum aller Entscheidungsträger; der Eltern, der Lehrer, der Schulleitungen sowie der Schulbehörden. „Es ist nun an der Zeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Waghäusel hat genügend Einwohner und darüber hinaus auch genügend Kinder, die Schulen vor Ort haben auch immer bewiesen, sich weiterentwickeln zu wollen“ so Herberger abschließend.
Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde auch erneut die Geschehnisse um den Ärztlichen Notfalldienst Kirrlach besprochen. Dabei nahm man wohlwollend zur Kenntnis, dass die Bemühungen mit der Zusage von Herrn Dr. Fechner zu einem persönlichen Termin vor Ort erste Früchte tragen. Auch für die Mitglieder der SPD Waghäusel und der Gemeinderatsfraktion sei dies ein Erfolg, wie der Vorsitzende Lutz Schöffel betonte. So habe die Fraktion von Anfang an die Bürgerinitiative in ihrem Bemühen für den Erhalt des Notfalldienstes massiv unterstützt. In zahlreichen Treffen, sowohl im Rahmen von Vorstandssitzungen der SPD-Waghäusel als auch in den Räumen des Notdienstes, wurde das gemeinsame Vorgehen abgesprochen.
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