Markus Rupp und Nils Schmid auf Wahlkampftour in Waghäusel

„Wer nicht kämpft hat schon verloren“

Markus Rupp und Nils Schmid auf Wahlkampftour in Waghäusel

Wäre am Sonntag bereits Landtagswahl, so käme die SPD in Baden-Württemberg derzeit auf 15% der Stimmen – so prognostiziert es die Forschungsgruppe Wahlen aktuell im Auftrag des ZDF. Eine Zahl die SPD-Landtagskandidat Markus Rupp aus Gondelsheim anspornt statt demotiviert. „Wer nicht kämpft hat schon verloren“ lässt er am gestrigen Freitag in Waghäusel kraftvoll verlauten. An seiner Seite, extra für diesen Anlass nach Nordbaden gereist, der Landesvorsitzende der SPD, Finanzminister und stellvertretende Ministerpräsident in Baden-Württemberg Nils Schmid. Gemeinsam stellten Sie sich in der Eremitage bei einem Bürgergespräch den Fragen der Menschen.

Zuvor jedoch empfingen beide Politiker zusammen mit Waghäusels Oberbürgermeister Walter Heiler den Schuler-Betriebsrat, um sich die Sorgen der Belegschaft aus erster Hand anzuhören. Der Pressen-Hersteller will am Standort Waghäusel die Produktionssparte schließen wovon rund 170 Mitarbeiter unmittelbar betroffen sind. Es gälte nun neue Konzepte und Perspektiven für die Schuler-Niederlassung in der großen Kreisstadt zu entwickeln, so Schmids erste Reaktion auf die Schilderungen der zahlreich vertretenen Belegschaft. Es sei oft ein Sterben auf Raten, erläuterte der SPD-Politiker seine Erfahrungen mit derartigen Einschnitten an einen Standort. Zusammen mit Markus Rupp versprach er weitere Gespräche mit der Geschäftsleitung von Schuler führen zu wollen.

Beim anschließenden Bürgergespräch hatten dann die trotz frostiger Temperaturen erschienenen interessierten Wähler die Möglichkeit ihre Fragen an den SPD-Landesvorsitzenden zu stellen. Dabei reichte die Spannweite der Fragen von der kommunalen Finanzsituation über den Mindestlohn bis hin zur Förderung von sozialem Wohnungsbau und der Vereinsbesteuerung. Schmid und Rupp beantworteten einander ergänzend jede Frage ausgiebig und versprachen die vorgetragenen Anregungen zu prüfen sowie in eigene politische Überlegungen miteinzubeziehen.

Schmid warnte abschließend noch davor, trotz aller aktuellen Problemstellungen, die Lage im Land zu pessimistisch zu beurteilen. Der Wechsel im Jahr 2011 hätte Baden-Württemberg gut getan, so Schmid. Die Bilanz der Regierung sei blitzsauber, das Land bärenstark, führte er weiter aus.

Zum Ende der Fragestunde dankte er dann noch Markus Rupp und Walter Heiler für ihre Gastfreundschaft. Schmid griff zu guter Letzt noch Rupps Kampfbereitschaft mit den Worten auf: „Am 13. März wird abgerechnet“

Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden Markus Rupp bei der Verabschiedung des Kreishaushalts am 21. Januar 2016

Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Schnaudigel, liebe Kolleginnen und Kollegen,

lassen Sie mich in Anbetracht der gestrigen Schlagzeilen, der vorherigen Rede der FW und den wahrscheinlich nachfolgenden Reden der GRÜNEN und FDP eines gleich festhalten: „Wir sind keine landkreislosen Gesellen!“ Wir sind uns unserer Verantwortung für den Landkreis und seiner Finanzen sehr wohl bewusst. Sonst würde ich jetzt nicht hier stehen. Wir sind nicht blind. Wir können Zahlen, einen Haushalt lesen. Wir wissen, dass die finanzielle Situation des Landkreises angespannt ist.  Wir sind uns aber auch der Verantwortung des Landkreises für seine 32 Städte und Kommunen, die ihn „umlagefinanzieren“ bewusst. Das mag uns von der ein oder anderen Fraktion unterscheiden.

Und ich sage auch unverblümt: Der Weg bis zum heutigen Mittag hier in Walzbachtal war kein leichter… war ein Weg mit „Irrungen und Wirrungen“. Ich mach’s mal an drei Beispielen fest:

Die erste Irrung: In der Diskussion könnte man manchmal glauben, wir kämpfen um eine Beibehaltung oder gar Senkung der Kreisumlage. Dabei geht es in der Abwägung nur darum, ob eine Erhöhung um 3 oder 2,5 Punkte das Maß der Dinge, die Mitte ist.

Die zweite Irrung: Immer wieder ein Vorwurf - die Verwaltung würde zu spät über die Positionen der Fraktionen informiert. Deshalb haben wir zwischen der 1. und 2. Lesung des Haushalts verschiedene Diskussionsrunden in unserer Fraktion gedreht. Glücklich, der berechtigten Erwartungshaltung der Verwaltung zu entsprechen, haben wir ihr unsere Position bezüglich der Kreisumlage in Höhe von 30 Punkten in der ersten Januarwoche mitgeteilt. Unser Vorschlag zur Deckung des Deltas von 2,6 Mio. Euro zwischen 30 und 30,5 Punkten: Interne Einsparungen und/oder gänzlich eine Krediterhöhung! Nichts war da zu hören, dass sich die Rahmenbedingungen noch einmal verschlechtert hätten und durch eine erneute Krediterhöhung nun nur noch 1,49 Mio. Euro haushaltsrechtlich zur Verfügung stünden. Erst die Vorlage für die VA-Sitzung, die just am Abend der Weitergabe unserer Fraktionslinie in die Briefkästen flatterte, belehrte uns eines anderen. Stellt sich die Frage, waren wir als SPD diesmal zu früh?

Die dritte Wirrung macht mich ein bisschen ärgerlich: Nachdem die Verwaltung in einem 500 Mio. Euro-Haushalt keine „schmerzlosen“ Einsparungen von 1,1 Mio. Euro entdecken konnte, legte Sie uns in der VA-Sitzung dann eine in unseren Augen „bewusst schmerzvolle“ Liste von „Möglichkeiten zur Einsparung“ vor. Keine Fraktion, kein ehrenamtlicher Kreisrat, Herr Landrat, zumal wir im VA auch ja nur wenige Vertreter der Fraktion sind, kann ad hoc über eine solche Liste entscheiden, das wissen Sie! Das bedarf einer inhaltlichen Diskussion. Um diese inhaltliche Diskussion führen und evtl. andere Sparvorschläge in einer Runde der Fraktionsvorsitzenden und Haushaltssprecher machen zu können, haben CDU und SPD die Vertagung der Verabschiedung des Haushalts auf den 25. Februar, dem nächsten Sitzungstermin beantragt. Niemand der Verwaltung hob den mahnenden Finger! Erst am Tag danach wurden wir über das dadurch entstehende Liquiditätsproblem informiert. Ärgerlich, wenn dann in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, wir wollten den Landkreis an die Wand fahren. 

Minister Nils Schmid zu Gast in Weingarten

v.l.n.r. Dietmar Schulz, Uwe Presler, Jürgen Hill, Hartmut Benz, Nils Schmid, Anton Schaaf

Der stellvertretende Ministerpräsident und Finanzminister von Baden-Württemberg Nils Schmid war auf Einladung des SPD Ortsvereins bei uns in Weingarten zu Gast.

Ortschaftsrat Horst Gringmuth aus Ortschaftsrat verabschiedet

Verabschiedung Horst Gringmuth aus dem Ortschaftsrat

Horst Gringmuth langjäriges SPD-Mitglied und Kommunalpolitiker mit "Leib und Seele",verlässt auf eigenen Wunsch nach 27-jähriger Zugehörigkeit den Ortschaftsrat Untergrombach und zieht sich aus der Ortspolitik zurück.

Der bereits im Sommer gestellte Antrag des kürzlich 75 Jahre alt gewordenen Ortschaftsrates auf vorzeitiges Verlassen des Gremium wurde mit einem Mehrheitlichen Beschluss von den Ortschaftsräten mitgetragen.

Horst Gringmuth wurde erstmals 1984 für die SPD Fraktion Untergrombach in den Ortschaftsrat gewählt, dem er unter Ortsvorsteher Heinz Link bis 1994 angehörte.

Nach 5jähriger Pause wurde Horst Gringmuth 1999 erneut wieder in den Orschaftsrat gewählt und wor dann ununterbrochenMitglied und auch Fraktionssprecher der SPD Untergrombach unter den nachberufenen Ortsvorstehern Hugo Modery,Rolf Häfner und Karl Mangei.

Horst Gringmuth habe viel Positives für Unterrgombach erreicht und dazu beigetragen, dass vieles zu einem guten Ende kam, was im Ortschaftsrat angepackt wurde, so Karl Mangei. Karl Mangei bedankte sichmit einem Präsentbei Horst Gringmuth für dessen lange und ehrenamtliche kommunale Tätigkeit und erwähnte rückblickend einige Eckpfeiler die u. A. in die Ära des Vollblutpolitikers vielen; u.a.die Ausweisung des Neubaugebiet Sand II , die Schaffung des Feuerwehrhauses und des Jugendtreff,der Bau der Seniorenanlage "Silbertal" und des Pflegeheim "Bundschuh" sowie der Neubau der Joss Fritz (Grund- und Real-) Schule, die Ansiedlung des "EDEKA" Marktes und die Sanierung der Michaelsbergschule.

Ortschafträtin Bärbel Lauber (CDU) dankte Gringmuth für ihre Fraktion und bezeichnete ihn als nicht immer leichten Gegener. Auf ihn treffe wohl das von Konrad Adenauer stammende Zitat zu, welches zwei Wege aufzeigen will: "Entweder man passt sich an oder man legt sich quer!"

Heribert Gross(SPD) lobte Gringmuth stets bereit gewesen zu sein, Kompromisse zu suchen und dann auch einzugehen.

Für die UWV Untergrombach dankte Ingo Günther dem scheidenden Kollegen und bezeichnete die Amtszeit mit ihm als kurzweilig.

Frau OB Petold-Schick war eigens für die Verabschiedung von Horst Gringmuth nach Untergrombach gekommen. 27 Jahre Mitarbeit im Ortschaftsrat seien mehr als angemessen, persöhnlich für die Stadt Bruchsal Dank zu sagen, so die Hausherrin. Die von Gringmuth in der Amtszeit gestellten Anträge seien immer mit viel Sachverstand untermauert gewesen, insbesondere zum Thema Verkehrspolitik. Mit einem Präsent wünschte das Stadtoberhaupt dem scheidenden Ortschaftsrat nach nun weniger politischer Tätigkeit mehr Zeit für sich und die Familie.

Nachrücker für Horst Gringmuth im Ortschafschaftsrat Untergrombach ist Harald Adam (SPD).

Landesparteitag: Nils Schmid ruft zum Kämpfen auf

SPD-Spitzenkandidat Nils Schmid hat die Genossinnen und Genossen auf dem Landesparteitag in Stuttgart fest auf den Landtagswahlkampf eingeschworen: „Unser Land steht vor der vielleicht wichtigsten Wahl seiner Geschichte.“

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