Vor 82 Jahren wurden Jüdinnen und Juden aus Baden brutal aus ihren Wohnungen vertrieben, unter entsetzlichen Bedingungen in Waggons gepfercht und ins Lager Gurs in den französischen Pyrenäen verschleppt. Auch Jüdinnen und Juden aus Bruchsal und den Ortsteilen waren hier interniert.
Einige starben in Gurs an Krankheiten und Erschöpfung. Viele wurden weiter nach Auschwitz transportiert und ermordet. An sie wurde im Rahmen einer Delegationsreise mit Vertreterinnen und Vertretern badischer und pfälzer Gemeinden, der israelischen Kultusgememeinde und des Landes Baden-Württemberg gedacht. Anja Krug, Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat Bruchsal war Teil der Delegation.
Tief bewegt schildert Krug: "6500 Menschen wurden aus Baden nach Gurs verschleppt. Alle haben unermessliche Leid erfahren, das eine tiefe Dimension beim Anblick der vielen Grabsteine im Lager bekommt. Jeder Grabstein steht für ein Leben, das brutal vernichtet wurde. Jeder Grabstein erzählt von Ausgrenzung, brutaler Gewalt und Missachtung jeglicher Humanität. Das darf sich nie wieder ereignen! Die Gräber in Gurs sind Mahnung, wach zu bleiben für das Unrecht der Welt. Aktiv zu werden, damit Menschen nicht ausgegrenzt werden. Daran müssen wir immer neu erinnern".
Die Jusos Karlsruhe-Land kritisieren Olav Gutting und fordern eine öffentliche Entschuldigung des CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen. Anlass ist ein Instagram-Beitrag Guttings, in dem dieser transsexuelle Menschen verunglimpft und als psychisch krank beschreibt.
„Mit diesem Instagram-Beitrag hat sich Olav Gutting selbst untertroffen und einmal mehr bewiesen, dass er lieber an populistischer Stimmungsmache gegen Minderheiten als an sinnvoller Politik interessiert ist“, so Mika Demant, Sprecher der Jusos Karlsruhe-Land.
Anlass für die Äußerung Guttings ist die Entscheidung des Stuttgarter Rathauses, kostenlose Hygieneartikel, darunter auch Menstruationsprodukte, auch auf Herrentoiletten anzubieten. „Wir fragen uns, warum sich unser Bundestagsabgeordneter mehr für die Inneneinrichtung von Toiletten in Stuttgart als für seinen Wahlkreis interessiert“, so Wurda Arshad, Sprecherin der Kreis-Jusos. „Während sich ganz Deutschland um die großen Herausforderungen unserer Zeit und den Zusammenhalt bemüht, versucht Gutting, unsere Gesellschaft zu spalten und gegen Minderheiten zu hetzen.“
In seinem Instagram-Beitrag vom 20.10. vergleicht Gutting den Einsatz für die Belange von transsexuellen Menschen mit der Situation in der „offenen Psychatrie“. Die Jusos kritisieren diesen Vergleich: „Getarnt als angebliches Zitat schürt Gutting Ressentiments gegenüber sexuellen Minderheiten und rückt sie in die Nähe psychisch Kranker. Das ist nicht nur respektlos und eines Abgeordneten unwürdig, sondern auch unwissenschaftlich“, so Demant. Bereits 2018 hat die WHO beschlossen, Transsexualität aus dem ICD-Diagnosekatalog als psychische Krankheit zu streichen.
„Guttings jüngste Äußerungen sind ein Schlag ins Gesicht von Trans-Personen und sexuellen Minderheiten“, kritisiert Arshad. „Wir fordern eine öffentliche Entschuldigung.“
Im Bezug auf sexuelle Minderheiten hat sich Olav Gutting wiederholt abfällig geäußert: Schon 2013 kritisierten die Jusos Äußerungen des Abgeordneten, der auf die Frage einer Schülerin, wieso sich die CDU so schwer beim Thema Homosexualität tue, erwiderte, die CDU habe nichts gegen „Andersartige“. „Olav Gutting hat in den letzten neun Jahren offenbar nichts dazu gelernt“, kritisiert Juso-Sprecher Demant.
„Sind wir wirklich so überflüssig?!“ Diese Frage hat eine Erzieherin an unseren SPD-Fraktionsvorsitzenden Andreas Stoch unbedingt loswerden wollen. Wie viele, die zu unserer Talk-Runde in den AWO-Schülerhort Kirrlach gekommen sind, ist auch sie eine speziell ausgebildete Sprachförder-Fachkraft. Nur wie lange noch?
Die Zukunft des erfolgreichen Sprach-Kita Programms ist ungewiss, weil das grün geführte Bundesfamilienministerium und die Landesregierung unter Kretschmann mauern und sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Denn das Bildungsprogramm kostet Geld. Wir finden: Hier wird am falschen Ende gespart! „Bund und Land stehen in der Verantwortung, die Sprach-Kitas zu retten“, stellte Andreas Stoch heraus. Auf die Frage der Erzieherin mit Sorgen um ihren Job hatte Stoch eine klare Antwort: „Wir brauchen Sie! Sprach-Kitas müssen in die Fläche!“
Seit 2016 fördert das Sprach-Kita-Programm, das auf Initiative der SPD im Bund entstanden ist, die sprachliche Bildung der Kleinsten und entpuppte sich schnell als Erfolgmodell: Inzwischen ist jede achte Kita eine Sprachkita. „Das Thema Sprachförderung erledigt sich doch nicht irgendwann von alleine“, so Stoch und verwies auf Fachkräftemangel und die notwenige Zuwanderung. „Es gilt, Kindern aus diesen Familien beste Startchancen zu geben“, sagte der frühere Kultusminister von Baden-Württemberg. „Inzwischen haben wohl alle verstanden, wie wichtig das Programm ist.“
„Ich finde schon heute keine Fachkräfte“, beschrieb eine Kita-Leiterin ihre Situation. Sie fürchtet eine weitere Verschärfung der ohnehin angespannten Personalsituation, wenn die Sprachförderung wegbricht. „Ich verstehe es nicht. Schon heute gibt es einen riesigen Unterschied zwischen dem, was von uns gefordert wird und was wir leisten können.“
Kommende Woche, so Stoch, werde im Landtag der Haushaltsentwurf vorgelegt. „Wir werden ganz schnell dorthin schauen, wo ‚Sprachförderung‘ drüber steht“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende und versicherte: Die SPD steht an der Seite der Erzieher*innen, um die Sprachkitas zu retten. ????
Diese Woche beginnt überall im Land das neue Semester – wir sind gemeinsam mit den Jusos Baden-Württemberg und der SPD-Fraktion im Landtag unterwegs, um allen Studierenden viel Erfolg für das neue Semester zu wünschen!
Für uns ist klar: Alle sollen, unabhängig von ihrer Herkunft, ohne existenzielle Sorgen studieren können. Damit es für mehr als Nudeln mit Ketchup reicht, hat die SPD im Bund dafür gesorgt, dass das BAföG so stark wie noch nie zuvor geöffnet wird. Das bedeutet: Mehr BAföG für mehr Menschen durch:
- eine Erhöhung des Grundfreibetrags, des Zuschlags für Kinderbetreuung und der Bedarfsätze,
- eine Erhöhung des Wohnzuschlags,
- eine leichtere digitale Antragsstellung,
- eine Anhebung der Altersgrenze und
- die Förderung von einem einjährigen Studium auch im Nicht-EU-Ausland
Nach einer längeren Sommerpause ist der "Rote Faden" zurück. In der sechsten Ausgabe unseres Newsletters, geht es um den diesjährigen Fahrradmarkt und eine politische Berlinreise, an der ein Teil unseres Vorstandes teilgenommen hat. Außerdem durften wir unseren Schöllbronner Ortschaftsrat Ralf Stückler interviewen und stellen Ihnen und Euch unser Vorstandsmitglied Sabine Jessen genauer vor.
Link zur aktuellen Ausgabe.
(Nach einem Klick auf den Link sollte der Download automatisch starten)
Die SPD Ettlingen wünscht viel Spaß beim Lesen!
30.08.2026 Ausflug zum Roten Winzer für alle Mitglieder und Freunde der SPD
Achtung: Dieses Jahr wegen Streckensperrung geänderte Fahrtrouten/-zeiten:
Abfahrt: …
11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium
19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur
02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium
09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur