Kirrlacher Notfallpraxis endgültig dicht!

Wir haben es befürchtet und wir werden es nicht einfach so kritiklos hinnehmen. Patienten aus Waghäusel und Umgebung müssen dauerhaft mit weiteren Wegen und vor allem längeren Wartezeiten (dann in Bruchsal oder Schwetzingen) rechnen. Die schon bisher nicht zufriedenstellende ärztliche Versorgung im Raum Waghäusel, vor allem im Stadtteil Wiesental, verschlechtert sich dadurch weiter.
Der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg war es nur eine kurze Pressemitteilung wert: „Notfallpraxis Waghäusel-Kirrlach wird nicht mehr geöffnet“. Eine wichtige Anlaufstelle für Patienten außerhalb der normalen Sprechzeiten fehlt uns damit, denn nur die lebensbedrohlichen Notfälle sollen in die Notaufnahmen im Krankenhaus!
Das Angebot in Kirrlach war immer gut nachgefragt, bestätigt ein dort tätiger Notarzt. Zu denken gibt auch diese Aussage des eingesetzten Notarztes: „Wir waren in Kirrlach so gut ausgestattet. Wir konnten sehr viel selbst abfangen. Selbst kleine chirurgische Eingriffe waren möglich. Außerdem verfügt die Praxis über einen Infusionsraum. Dass Patienten bei ihrem Hausarzt generell besser aufgehoben wären, sei pauschal nicht korrekt. Auch dort ist die Frequenz sehr hoch“ (siehe BNN 9.2.2024).
Weiter bestehen bleibt nur der Fahrdienst, der Hausbesuche in den Randzeiten unternimmt, er kann unter der Telefonnummer 116-117 erreicht werden.

Die Aussage der KV-BW, man wolle lieber die Regelversorgung stärken, sehen wir sehr kritisch, denn bisher zeigte man sich bei unseren Anfragen für Verbesserungen, z.B. im Stadtteil Wiesental, eher ablehnend. Denn die Lösung der Nachfolgeregelung von Arztpraxen ist schon jetzt ein drängendes Problem. Hier sehen wir dringenden Handlungsbedarf auch beim Gesetzgeber, bei der Landesregierung und beim Landratsamt. Die ärztliche Versorgung in Waghäusel bleibt deshalb ganz oben auf unserer kommunalpolitischen Themenliste.

SPD stimmt für Geothermie

Deutschland ist sehr stark von Importen abhängig, u. a. bei der Energie zum Heizen. Aber internationale Handelsbeziehungen können kurzfristig wegbrechen und dann ist die Versorgung schnell gefährdet. Bei der Umstellung auf „grünen“ Wasserstoff zeichnet sich ab, dass diese Abhängigkeiten bestehen bleiben, denn der Solarstrom zu dessen Erzeugung ist in anderen Weltregionen billiger herzustellen.
Die Geothermie kann die importierte Energiemenge zwar nicht ersetzen, aber sie kann zu deren Reduzierung beitragen. Transporte um die halbe Welt entfallen und sie steht nahezu unbegrenzt zur Verfügung.
Deshalb betrachten wir das Geothermie-Pilotprojekt in Graben-Neudorf mit großem Interesse. Bei der letzten Gemeinderatssitzung war dieses erneut ein Thema. Leider nicht wegen der konkreten Umsetzung oder gar dem Baubeginn in unserer Gemeinde, sondern wegen einer zusätzlichen Finanzspritze für die regionale Projektentwicklungsgesellschaft (PEG). Eigentlich sollte Ende letzten Jahres schon klar sein, wie sich die unter uns vorhandene Wärmeenergie nutzen lässt. Aber bekanntermaßen läuft es nicht ganz planmäßig und das Projekt kann auch noch komplett scheitern. Damit wären die eingesetzten Mittel verloren.
Dennoch stimmte die SPD-Fraktion für die Freigabe von weiteren 22.500 € und damit den Verbleib in der PEG. Wir sind der Meinung, dass man dieser zukunftsorientierten Technik und den lokalen Möglichkeiten unbedingt eine Chance geben muss. Nicht um jeden Preis, aber zu einem vertretbaren.

Nachruf für SPD Ortsvereinsmitglied Harald Störzinger

 

Nachruf

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten trauern um

Harald Störzinger

Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gelten seiner Ehefrau Erika und seinen Angehörigen.

Harald Störzinger war seit 1977 treues Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschland.

Er war von 1978 bis 2015 ununterbrochen in der Vorstandschaft des Ortsvereines tätig, davon 14 Jahre als Vorsitzender.

Er hat, wie kaum ein anderer, das politische Handeln der SPD in Sulzfeld und in der Region bestimmt, geprägt und verkörpert.

Von 1989 bis 2014 gehörte Harald Störzinger dem Gemeinderat Sulzfeld an. Mit großem Engagement brachte er sein umfangreiches Wissen und seine große Berufs- und Lebenserfahrung in die Kommunalpolitik ein. Dabei lag ihm die Partnerschaft mit Avize ganz besonders am Herzen.

Innerhalb des SPD Ortsvereins und in der SPD Gemeinderatsfraktion waren seine Meinung und sein Ratschlag stets gefragt.

Seine demokratische und soziale Grundeinstellung war stets Triebfeder seines Handelns. Unwiderstehlich positive, motivierende Ausstrahlung und konsequente Standhaftigkeit waren Eigenschaften, die ihm allseits Anerkennung einbrachten.

Harald Störzinger hat der Sozialdemokratie viel gegeben, wofür wir ihm sehr dankbar sind.

Wir werden ihn nicht vergessen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

In großer Dankbarkeit

Rolf Becker Vorsitzender des

SPD Ortsvereins Sulzfeld-Zaisenhausen

Bad Schönborn vereint: Demokratie verteidigen.

Das gab es noch nie: Organisationen, Vereine und Betriebe aus allen Bereichen sind dabei. Gemeinsam mit über 25 Organisationen rufen wir am Samstag dazu auf, bei der Kundgebung „Bad Schönborn vereint. Gemeinsam Demokratie verteidigen." Haltung zu zeigen. Auf dem Marktplatz möchten wir ein starkes Signal für unsere Demokratie und Vielfalt setzen und deutlich machen, dass hier bei uns – in Bad Schönborn – kein Platz für Rassismus und Hetze ist.

Es freut uns, dass sich täglich weitere Organisationen, Vereine und Betriebe dem Aufruf anschließen. Sie können sich auch weiterhin jederzeit per Mail an dennis_eidner@yahoo.de melden, um den Aufruf noch zu unterstützen. Teile die Kundgebung in den sozialen Netzwerken und lade viele dazu ein. Zeige Haltung – sei dabei am 17. Februar um 15:00 Uhr auf dem Marktplatz in Mingolsheim!
 

Freundliche Grüße

Dennis Eidner (Vorsitzender) und Alessia Imperiale (stellv. Vorsitzende) 

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