Am 27. März fand die 54. Ordentliche Jahreshauptversammlung der SPD Gondelsheim in der
Gaststätte des TC Grün-Weiß statt. Der 1. Vorsitzende Jürgen Amend konnte zahlreiche
Mitglieder und Gäste begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er an die
verschiedenen Aktionen, die der Ortsverein im zurückliegenden Jahr durchgeführt hat.
Besonders hervor hob er das schon zur Tradition gewordene Vereinsfest am 3. Oktober, die
Ferienaktion für Kinder, die Geschenkaktion an Weihnachten für das Seniorenheim
Schlossblick, das Singen und Musizieren mit den Bewohnern und ebenda die Vorlesestunde.
Seinen Dank sprach er dafür Gemeinderätin Monika Schwaiger aus, die schon seit vielen
Jahren diese Aktion durchführt.
Einen größeren Rahmen nahmen Nachbetrachtung und Abschneiden der Parteien,
insbesondere natürlich der SPD, bei den beiden kürzlich erfolgten Landtagswahlen in Baden-
Württemberg und Rheinland-Pfalz ein. Als beunruhigend bezeichnete er das für die SPD in
beiden Bundesländern erzielte Ergebnis. Noch erschreckender sei aber der Stimmenzuwachs
der AfD. Auf Gondelsheim bezogen ergänzte er, „wenn sich schon in einer gut
funktionierenden Gemeinde, mit einem regen Vereinsleben und einer guten Infrastruktur,
was für unseren Ort sicher zutrifft, jede 4. Person für diese rechtsextreme Partei entscheidet,
dann ist das rational nicht mehr nachvollziehbar“. Den Ausgangspunkt sieht er in der
Bundespolitik begründet, wo seines Erachtens wenig für die Verteilungsgerechtigkeit bzw.
die arbeitende Unter-/Mittelschicht und dem Mittelstand getan wird. Hinzu kommt noch die
fehlende Sichtbarkeit bei Schwerpunktthemen wie z. B. zukunftssichere und gerechte
Sozialsysteme sowie nachhaltiger Klima- und Umweltschutz.
Kassier Andreas Bacher berichtete von einem zufriedenstellenden Kassenstand und stellte in
Aussicht, dass man damit mögliche soziale Projekte unterstützen könne. Steffen Rupp, der
die Entlastung des Kassiers vornahm, konnte somit eine einstimmige Entlastung verzeichnen.
Die von Stefan Walter beantragte Entlastung der Vorstandschaft fiel ebenfalls einstimmig
aus.
Bei den anstehenden Wahlen wurden Timo Walz als 2. Vorsitzender, Julian Traut als
Medienbeauftragter, Timo Walz und Julian Traut als Delegierte zu Kreiskonferenzen und die
beiden Gemeinderäte Monika Schwaiger und Christian Feldmann als Beisitzer der
Vorstandschaft bestätigt. Für das verwaiste Amt des Schriftführers stellte sich Klaus
Krätschmer kommissarisch für die nächsten beiden Jahre zur Verfügung. Ohne große
Diskussion wurde die vom 1. Vorsitzenden vorgestellte Ehrungsordnung angenommen.
Im Bericht aus dem Gemeinderat, den Fraktionssprecher Christian Feldmann abgab, stand
der gerade verabschiedete Gemeindehaushalt im Mittelpunkt. „Trotz schwieriger Finanzlage
landauf – landab, stehe man in Gondelsheim zufriedenstellend da“, resümierte der
Fraktionssprecher. Mit den vorhandenen Mitteln wird umsichtig gewirtschaftet, der Haushalt
ist genehmigungsfähig. Die Prokopfverschuldung steigt weiter an, liegt aber um
Sondereffekte bereinigt unter 1000,- Euro und damit vergleichsweise niedrig.
Im Rahmen der Versammlung wurde Herta Fuchs für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt und an
ihre besonderen Verdienste erinnert. Insbesondere ihrer Funktion als 1. Vorsitzende von
2001 bis 2005 und dem Engagement bei unseren Herbstfesten. Urkunde mit Ehrennadel
sowie der Dank der Vorstandschaft wurden von Monika Schwaiger und Jürgen Amend
überbracht.
Abschließend bedankte sich der 1. Vorsitzende bei allen Helfern für ihre Unterstützung bei
den Aktionen und der zurückliegenden Landtagswahl. Zum Tag der Deutschen Einheit plant
der Ortsverein erneut die Bevölkerung zu einem gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und
Kuchen im Foyer der Saalbachhalle einzuladen.
Kronau. Was passiert, wenn man an einem Montagabend einfach einen Currywurst-Imbisswagen mitten ins Dorf stellt und sagt: Lasst uns über Politik reden? In Kronau lautete die Antwort: über 150 Menschen auf dem Dorfplatz – viele davon ohne SPD-Parteibuch, viele aus der Region, einige von weiter her angereist, andere spontan vorbeigekommen.
Beim diesjährigen Gemarkungsputz waren wir mit einem großen Team vertreten - gemeinsam mit vielen anderen Freiwilligen aus Waghäusels Vereinen haben wir so jede Menge Müll im Wald und auf Waghäusels Straßen gesammelt.
Dabei ist eine ganze Menge zusammengekommen. Leider benutzen nach wie vor Menschen die Umwelt als Müllkippe - egal ob für Altglas oder Windeln. Das ist nicht nur eklig, sondern auch eine Gefahr für Tiere und Menschen.
Umso wichtiger sind Aktionen wie der Gemarkungsputz - sie sorgen für Sauberkeit und Achtsamkeit. Danke an alle Helferinnen und Helfer!
Das steht an:
11.04.2026, 10 Uhr: Kreisparteitag in der Pestalozzi-Gemeinschaftsschule Graben-Neudorf
01.05.2026: Maifest an der Grünen Dorfmitte Kirrlach
26.06.2026, 19 Uhr: Jahreshauptversammlung des Ortsvereins, FC Olympia Kirrlach
von Ulrike Lechnauer-Müller, aus der Gemeinderatssitzung vom 30.03.2026
Die jüngst veröffentlichte Videoaufnahme von Rouven Brechlin hat viele Menschen erschüttert – auch mich persönlich. Mir lief es beim Ansehen eiskalt den Rücken hinunter. Dass ein solcher Vorgang, der teilweise als harmlos dargestellt wird, ist für mich unverständlich und empörend. Dieses Video zeigt keine unbedachte Faschingsszene und da Hr. Brechlin damit noch bis vor kurzem prahlte, kann es auch nicht als „Jugendsünde“ relativiert werden. Wer so argumentiert, verkennt die historische Tragweite nationalsozialistischer Symbolik und das Leid, das diese Ideologie über Millionen Menschen gebracht hat.
Der Antisemitismusbeauftragte von Baden-Württemberg, Michael Blume, bringt es treffend auf den Punkt. In den Badischen Neuesten Nachrichten vom 11. März erklärte er:
„Rouven Brechlin bricht bewusst ein Tabu und lässt sich feiern. Damit will er andere einladen, dies ebenfalls zu tun. Solche Videos wirken sich negativ auf die Jugend aus, die sich zunehmend auf Plattformen wie TikTok radikalisiert. In meiner Arbeit ist das Alarmstufe Rot.“
Gerade deshalb zeigt dieser Vorfall einmal mehr, wie wichtig eine starke Demokratiebildung ist – von der Kita über die Grundschule bis hin zu den weiterführenden Schulen. Der Satz „Nie wieder ist jetzt“ darf keine leere Floskel sein, sondern muss gelebte Verantwortung bedeuten.
Dass Rouven Brechlin seinen Rückzug als Stadtrat angekündigt hat, ist daher konsequent. Allerdings ist dies nicht der erste Vorfall, bei dem Grenzen überschritten wurden. Bereits im Mai 2025 kam es unter seiner Verantwortung als erster Sprecher des AfD-Stadtverbandes zu einer Grenzüberschreitung. Ein Beitrag im Mitteilungsblatt, sowie ein bewusst auf den 8. Mai – den Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus – gelegter „gemütlicher Stammtisch“, zeigten eine Rhetorik und Symbolik, die darauf abzielt, die Grenzen des Sagbaren immer weiter zu verschieben und historische Verantwortung zu relativieren.
Mit der Veröffentlichung des aktuellen Videos wurde diese rote Linie nun für viele sichtbar überschritten. Wer solche Vorfälle verharmlost, trägt dazu bei, eine Partei salonfähig zu machen, in der extrem rechte Positionen und nationalsozialistisches Gedankengut zunehmend Raum finden.
Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger: Informieren Sie sich aus seriösen Quellen über die Zeit des Nationalsozialismus. Lesen Sie Geschichtsbücher, hören Sie Zeitzeugenberichte, setzen Sie sich kritisch mit rechtsextremen Ideologien auseinander.
Auch die NSDAP wurde bis 1933 demokratisch gewählt. Mit einer Zweidrittel-Mehrheit konnte sie dann das Ermächtigungsgesetz durchsetzen, das der entscheidende Schritt zur Nazi-Diktatur war. Parlament und Reichspräsident wurden faktisch außer Kraft gesetzt.
Schauen Sie bitte genau hin, welche Positionen und welche Personen in der AfD wirken.
Denn am Ende gilt der Bibelspruch: Das Handeln offenbart das Wesen.
25.07.2026, 10:00 Uhr - 13:00 Uhr Konstituierende Sitzung des Landesvorstands
11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium
19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur
02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium
09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur