Jahreshauptversammlung bringt viele Veränderungen mit sich

Sebastian Emmert neuer Vorsitzender der Waghäuseler Sozialdemokraten

 

Ein Hauch des Umbruchs weht durch die Reihen der Waghäuseler SPD. Spüren konnte an diesen auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung, die am 26. September im Clubhaus des FV 1912 abgehalten wurde. Zahlreiche Genossinnen und Genossen folgten der Einladung an diesem Abend, dessen Höhepunkt die Neuwahlen der Vorstandschaft darstellte.

 

Begrüßt wurden die Mitglieder vom scheidenden Vorsitzenden Lutz Schöffel, der sich aufgrund seiner neuen Aufgabe als Vorsitzender der SPD-Gemeinderatsfraktion nicht erneut zur Wahl stellte. Schöffel verwies in seiner Rede und auch in seinem späteren Rechenschaftsbericht auf das gute, verlässliche und harmonische Miteinander, das zu jeder Zeit innerhalb der Waghäuseler SPD und seiner Mitglieder zu spüren ist. “Es zeichnet uns aus, dass wir seit jeher sachlich hart und leidenschaftlich diskutieren, diese Härte aber stets auf die Diskussion beschränken. Wir haben es immer geschafft, einen Konsenz zu finden, in dem sich jedes Mitglied wiederfinden konnte” so Schöffel, der nach 8 Jahren den Vorsitz abgab. Unter der gewohnt souveränen Sitzungsleitung von Artur J. Hofmann schritt man dann in die verschiedenen Wahlgänge, die einige Wechsel mit sich bringen sollten.

 

Als Nachfolger von Lutz Schöffel wurde der ehemalige Juso-Vorsitzende Sebastian Emmert gewählt. Dieser nutzte die Möglichkeit, um sich ausführlich für die “großartige Arbeit” seines Vorgängers zu bedanken, der einen intakten und gut aufgestellten Ortsverein hinterlässt und dem neuen Vorstand in seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender auch erhalten bleiben wird. Als einer von drei Stellvertretern wurde Frank Eckardt für den Ortsteil Wiesental gewählt, der auf Oliver Merkel folgt, der dieses Amt in den letzten 4 Jahren begleitete. In Kirrlach folgt Ulrike Lechnauer-Müller auf Monika Feuerstein, welche dem Vorstand als Beisitzerin erhalten bleiben wird. Für den Ortsteil Waghäusel wurde Regina Götzmann gewählt, deren Posten vorher Emmert für 4 Jahre ausfüllte. 

 

Den Vorstand komplettieren die bisherige Jugendpolitische Sprecherin Katarina Baur als neue Schriftführerin, die Dagmar Hohnecker ablöst, die ab sofort den Posten der Beisitzerin einnimmt. Auf Baur folgt David Metzger als neuer Jugendpolitischer Sprecher. Neu als Beisitzer gewählt wurde Pierre Mechler. Für die Presse zeichnen sich ab sofort Susanne Woll und Kristijan Bodrozic verantwortlich. In ihren Posten bestätigt wurden Kassier Rolf Schnitzler und Beisitzer Roland Herberger. 

 

Auf insgesamt 11 Posten fanden personelle Wechsel statt, was einen nie dagewesenen Umbruch innerhalb der SPD Waghäusel darstellt. “Ein gewollter Schritt, den man geht, ein Schritt, der aber auch Zeit braucht, um gegangen zu werden” so der neue Vorsitzende Emmert, der zugleich um Geduld mit dem neuen Vorstand bat, der Zeit brauche, sich zu finden und an der neuen Aufgabe zu orientieren. 

 

Am Ende der Jahreshauptversammlung standen die Wahlen der Kreisdelegierten und die Ehrung ausscheidender Vorstandsmitglieder sowie verdienter Mitglieder für jahrelange Mitgliedschaft.

Gesundheit: Krankenhäuser von Mindereinnahmen bedroht

Eine von der Bundes­regierung geplante Neuregelung bei der Krankenhausfinanzierung bedroht die Krankenhäuser in Baden-Württemberg mit Mindereinnahmen von 40 Millionen Euro. Landesgesundheitsministerin Katrin Altpeter erklärte dazu heute, dass Krankenhäuser nicht dafür bestraft werden dürfen, wenn sie sich an die vereinbarte Zahl von Operationen halten. „Baden-Württemberg darf durch die Neuregelung nicht benachteiligt werden“, so Altpeter.

Standortfrage Windkraft

SPD Ortsverein Philippsburg spricht sich gegen den geplanten Standort zwischen Huttenheim und Rheinsheim aus.

Jusos wollen freie Berichterstattung garantieren

 

Mit großer Mehrheit wurde der Antrag zur kommunalen Berichterstattung der Jusos Karlsruhe-Land auf dem Landesausschuss in Böblingen angenommen. Ziel des Antrags, der nun an die SPD-Landtagsfraktion überweisen wird, ist es die Rechte von Vereinen, politischen Verbänden und Parteien zu stärken. Dazu soll die Gemeindeordnung so ergänzt werden, dass ihnen die Veröffentlichungen ihrer Presseberichte in amtlichen Mitteilungsblättern garantiert wird. Derzeit ist es noch möglich die Berichterstattung per Beschluss des Gemeinderates einzuschränken, beispielsweise indem nur noch Terminankündigungen, aber keine Berichte veröffentlicht werden dürfen. Dadurch kann jedoch durch die jeweiligen Mehrheiten in den Gemeinderäten Berichterstattung weniger etablierten Verbände und Parteien effektiv ein Riegel vorgeschoben werden.

Die Jusos Karlsruhe-Land sehen dies als ein schwerwiegendes Problem an. Einerseits sind gerade politische Verbände dazu verpflichtet der Öffentlichkeit gegenüber über ihre Arbeit Rechenschaft abzulegen, andererseits wird mit derartigen Beschlüssen gerade jüngeren Initiativen die Möglichkeit verwehrt ihre Ideen und Ansätze der Bevölkerung dazulegen. Stattdessen sollte von den Gemeinden veröffentlichten Medien vielmehr die Aufgabe zukommen allen Bürger*innen und lokalen Vereinigungen ein Forum zu bieten. „Dieses Thema ist uns sehr wichtig und wir werden es weiterhin anpacken“, betonte der Kreissprecher Dennis Eidner. Als Gemeinderat in Bad Schönborn sei er selbst mit der Problematik vertraut, so hatten die Jusos bereits im März im Bad Schönborner Gemeinderat gegen die Zensur des Mitteilungsblattes protestiert. Der Antrag, so Eidner weiter, stelle nun einen ersten Schritt in Richtung freierer Berichterstattung dar. „Wir möchten aber auch bereits zuvor in verschiedenen Gemeinderäten mit den anderen Parteien ins Gespräch kommen und sie für diese Sache mit ins Boot holen, um möglichst früh Verbänden und Parteien einen ungehinderten Zugang zu den kommunalen Medien zu ermöglichen“.

 
 

Die Mietpreisbremse kommt

Das Wohnen gehört zu unseren menschlichen Grundbedürfnissen, wie Essen, Trinken und Sicherheit. Die Miete darf die Menschen nicht in die Armut treiben.

Nicht umsonst empfindet jede 5. Person, sich nach eigener Einschätzung durch die monatlichen Wohnkosten wirtschaftlich stark belastet. Bei der von Armut betroffenen Bevölkerung sagt das sogar jede 3. Person. Besonders betroffen sind vor allem Bürger mit kleineren und normalen Einkommen, Rentner, Familien, Alleinerziehende, Azubis und Studenten. Alleinlebende mit niedrigen Einküften müssen bis zu 60 % ihres Einkommens für das Wohnen aufwenden; den Durchschnittsbürger kostet die Miete immerhin noch 28 % seiner Einkünfte.

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