Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg weiter auf Erfolgskurs

Mit einer im Vergleich zum Vormonat erneut gesunkenen Arbeitslosenquote und einer anhaltend steigenden Nachfrage der Wirtschaft nach Arbeitskräften ist der baden-württembergische Arbeitsmarkt im März mit positiven Vorzeichen in den Frühling gestartet. Im März waren mit 233.766 Personen rund 6.500 weniger Menschen im Land arbeitslos gemeldet als noch im Februar. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,0 Prozent.

Teilnahme an Gemarkungsputzaktion

Wie in jedem Jahr nahm die SPD Waghäusel auch an der diesjährigen Gemarkungsputzaktion der Stadt Waghäusel teil. Zu den Freiwilligen aus Ortsverein und Fraktion gesellten sich auf Einladung von Stadträtin Sus Woll am Samstagmorgen auch drei Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, die dabei mithalfen, das zugeteilte Gebiet von allerlei Müll und Unrat zu befreien.

Nach getaner Arbeit folgte man dem Angebot der Stadt zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Wagbachhalle, wo Oberbürgermeister Walter Heiler allen teilnehmenden Vereinen und Institutionen dankte und sich erfreut darüber zeigte, dass die Zahl der Freiwilligen ungebrochen ist und sich in 2015 gar drei neue Vereinigungen an der „Gemarkungsputze“ beteiligten.

 Nächste Vorstandssitzung

Donnerstag, 9. April um 19:30 Uhr im Reichsadler, Wiesental

Was bewegt Karlsruhe-Land? Jugendliche diskutieren über vielfältige Themen und stellen konkrete Forderungen auf.

 

Was bewegt Karlsruhe-Land? Unter diesem Motto trafen sich Jugendliche aus dem Landkreis am 21.März in Pfinztal. “Diese Versammlung ist gleichzeitig der Startschuss für unsere Mittmach-Kampagne, mit der wir in den nächsten Monaten viele Menschen in unseren Kommunen treffen und ihre Anliegen mitnehmen”, so die einleitende Worte des Juso-Kreisvorstands in Pfinztal.

 

Die Jugendlichen sammelten bereits auf dem KA-Land Konvent im Oktober 2014 in Oberderdingen  Ideen und entwickelten eigene Positionen. So wurden vor allem mehr Möglichkeiten der politischen Partizipation junger Menschen in Kommunen gefordert. Mit der Erneuerung der Gemeindeordnung im Mai, würde die grün-rote Landesregierung nun diese Forderung umsetzen. „Durch die gesetzliche Verankerung in der Gemeindeordnung können Jugendliche leichter eine Jugendvertretung in ihrer Kommune beantragen und werden so in politische Entscheidungen einbezogen. Neben der Jugendvertretung müssen künftig Möglichkeiten des kurzfristigen politischen Engagements ausgebaut werden”, so der Sprecher der Jusos Karlsruhe Land und Bad Schönborner Gemeinderatsmitglied Dennis Eidner, anlässlich des Kabinettsbeschluss. 

 

Insbesondere möchten sich die Kreis-Jusos für mehr Bus und Bahn einsetzen. Der Landkreis benötige den S-Bahn-Ausbau dringend. Noch immer sei die Nutzung des PKWs aufgrund der steigenden Bahnpreise und der schlechten Angebotsstruktur attraktiver. “Über den Tarif-Dschungel zwischen KVV und RNV, die Abschaffung des 24 Stunden-Tickets und die fehlende Nightliner-Verbindung an Wochenenden ärgern sich viele Menschen seit Jahren”, merkte das Ettlinger Gemeinderatsmitglied Simon Hilner, auf der Versammlung an. Die Bahn müsse hier auf ihre Kunden zugehen. “Der ÖPNV ist als umweltfreundliche und soziale Form der Mobilität für alle gesellschaftlichen Gruppen auch in unserer Region von enormer Bedeutung, deshalb regen wir hierbei Verbesserungen an”, betonte das Gemeinderatsmitglied.

 

Themen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes wollen die Jusos nicht den Grünen überlassen. Plastiktüten sind eine hohe Belastung für die Umwelt. Rund 4,8-12,7 Tonnen landen jährlich im Meer, was Folgen für Tier und Mensch hat. Es bedürfe bei Unternehmen und Verbraucher*innen mehr Bewusstsein darüber, wie sehr Plastiktüten Meere verschmutzen und zur Klimaerwärmung beitragen. Dass ein bekannter Drogeriemarkt vor kurzem Gratis-Plastiktüten abgeschafft hat, begrüßen die jungen Sozialdemokrat*innen. In der EU wurde in den letzten Jahren über eine Steuer auf Plastiktüten diskutiert. Die Jusos schlagen allerdings eine andere Lösung vor: “Wir fordern ein EU-weites Pfandsystem für Plastiktüten, das die Bürger*innen durch Anreizmechanismen zu umweltkonformen Verhalten motiviert.” Ein Umdenken beim Verbraucher sei dringend notwendig. “Wir nutzen die Plastiktüte im Durchschnitt nur 25 Minuten, aber sie belasten unsere Umwelt über Vierjahrhunderte”, so die Vorsitzende der Jusos Pfinztal Aisha Fahir in ihrem Redebeitrag. 

 

 

LernOrt: Ort des Geschichtserlebens, der Bildung & Forschung

Jusos, Mitglieder der Initiative, Minister Stickelberger, Fraktionsvorsitzender SPD BW Schmiedel, MdB Castellucci

In der letzten Gemeinderatssitzung am 24.März wurde das Projekt LernOrt Kislau von den Vertreter*innen des Vereins vorgestellt. 

 

Die Perspektiven einer innovativen Geschichtsarbeit werden folgend beschrieben: 

 

Kislau ist der geeignete Ort, um das Ziel historischen Erinnerns für ziviles Widerstehen zu verwirklichen – nicht im umzäunten Bereich der heutigen Justizvollzugsanstalt, aber doch auf  historischem Gelände. Denn kein anderer Ort in Baden steht in gleicher Weise für den Mut und die Standfestigkeit der frühen Nazi-Gegner. Zentral zwischen den beiden größten Ballungsräumen Badens gelegen, soll ein Lernort in Kislau als ein Ort des Erlebens, der Information und der Begegnung erfahrbar sein. Zugleich wollen wir dort jungen Menschen konkrete Handlungsspielräume für ihren eigenen Alltag eröffnen:

  • Eine multimediale Präsentation vermittelt ein atmosphärisch dichtes Bild der politi­schen Situation in Baden vor und nach 1933.
  • Gründlich ausgebildete Jugend-Guides setzen Informations- und Bildungsangebote des Lernorts um.
  • Entlang konkreter Leitfragen leisten die Besucherinnen und Besucher Quellen- und Projektarbeit.
  • Neuesten Standards entsprechende Arbeitsmaterialien helfen bei der weitgehend eigenständig zu leistenden Gruppenarbeit.
  • Projektförmige neuartige Workshop-Formate machen die Wirkkraft eines solidarischen gemeinsamen Handelns erfahrbar.
  • Im eigenen privaten Umfeld werden Erfahrungen mit Diktatur, Vertreibung und Exil erkundet und in die  Lernort-Arbeit eingebracht.
  • Praxisbezogene Übungen stärken die Handlungs- und Konfliktfähigkeit der Besucherinnen und Besucher.
  • Gemein­sam wird erarbeitet, wie man selber im Alltag Zivilcourage an den Tag legen kann.
  • Menschenrechtsorganisationen werden als Modelle eines möglichen eigenen gesellschaftlichen Engagements erfahren.
  • Ergebnisse werden vor Publikum präsentiert und mit Vertreterinnen und Vertretern von Parteien und staatlichen Einrichtungen diskutiert.

Mehr Infos zum Projekt finden Sie unter http://www.lernort-zivilcourage.de/projekt-kislau

 

Die SPD-Fraktion möchte sich bei den Vertreter*innen des Vereins für die Vorstellung des Projekts bedanken. Sie stehen stellvertretend auch für den Bad Schönborner Kulturverein, die Kirchen und Bürger*innen, die sich seit mehreren Jahren auch innerhalb der Initiative Kislau-Forum beteiligt haben. 

 

Gemeinsam wollen sie das Wirken der früheren Nazi-Gegnerinnen und -Gegner in Baden stärker in den Fokus von Forschung und Vermittlung rücken. Und hier gibt es enorme Forschungslücken. Bislang wurde nur wenig unternommen, um die Geschichte des Widerstandes in Baden und des KZ-Kislaus zu erforschen. Nur wenige Biografien sind überhaupt bekannt. Der zivile Widerstand vor der Machergreifung Hitlers, kommt in vielen Schulbüchern zu kurz. Im LernOrt werden die Geschichten in besonderer Weise vermittelt.

 

Es wird eben keine Gedenkstätte geschaffen, sondern ein Ort der Erfahrung und des Lernens. Aus dem Widerstand sollen Schlussfolgerungen für das Hier und Heute gezogen werden können. Gerade für Jugendliche kann dies eine Art Demokratieschule sein. Denn hier werden gleichzeitig demokratische Grundwerte, Kritikfähigkeit, Solidarität und Mut zur Übernahme von Verantwortung vermittelt. Wichtig ist dabei auch, dass die Regimegegner als Handelnde, nicht als Opfer vorgestellt werden, da das die Identifikation erleichtert.

 

Die SPD-Fraktion freut sich, dass die aktuelle Landesregierung dieses Projekt finanziell unterstützt und dies im Landtag von allen Fraktionen bewilligt wurde. 

 

Intransparenz wurde der Initiative von Teilren der Mehrheitsfraktion vorgeworfen. Doch es besteht seit mehreren Jahren die Möglichkeit, sich in diesen Foren zu beteiligen und eigene Ideen einzubringen. Der Verein hat zusammen mit anderen Bündnissen im Ort viel Werbung für gemeinsame Foren gemacht.180 Menschen haben allein das erste Forum besucht, es gibt seit langem eine Homepage mit allen Infos über ihre Vorhaben und sie waren auf den letzten Herbstfesten der JVA Kislau mit Info-Ständen präsent, um für erste Ideen eines LernOrtes zu werben. Mehr Transparenz geht nicht! 

 

Gerade die Vernetzung mit Bad Schönborner Vereinen, Bündnissen und Kirchen möchten wir in besonderer Weise loben. Das Projekt wurde hier in Bad Schönborn ins Leben gerufen, also viel Leidenschaft direkt aus unserem Ort ist hierin enthalten. 

 

“Mit der Errichtung des LernOrtes gewinnt Bad Schönborn einen weiteren besonderen Ort des Geschichtserlebens, der Bildung und Forschung hinzu. Darauf können wir stolz sein”, betonte Dennis Eidner in seinem Redebeitrag in der Gemeinderatssitzung. 

 

Termine

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30.08.2026 Ausflug zum Roten Winzer für alle Mitglieder und Freunde der SPD
Achtung: Dieses Jahr wegen Streckensperrung geänderte Fahrtrouten/-zeiten: Abfahrt: …

11.09.2026, 00:00 Uhr - 11.09.2026 Päsidium

19.09.2026, 09:00 Uhr - 12:00 Uhr Landesvorstandsklausur

02.10.2026, 17:00 Uhr - 19:00 Uhr Präsidium

09.10.2026, 17:00 Uhr - 20:00 Uhr Landesvorstandsklausur

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