Geothermie: Baustein zur Energiewende vor Ort?

Das Thema einer Geothermieanlage in Waghäusel wird heiß diskutiert: Grundsätzlich ist Geothermie in Waghäusel möglich: In gut drei Kilometer Tiefe befindet sich heißes Thermalwasser, was sich zur Energiegewinnung eignet. Befürworter*innen sehen Geothermie als notwendigen Teil der Energiewende an, Kritiker*innen warnen vor Risiken wie Erdbeben durch die Anlagen.

In unsere Online-Diskussion haben wir uns ausführlich Zeit genommen, um uns zum Thema informieren zu lassen und offene Fragen zu klären.

In einem ersten Vortrag ging Daniel Heiler, Geschäftsführer bei E.Quadrat Energy Experts, der Unternehmen und Organisationen bei der Umsetzung von Energieprojekten unterstützt, auf die geologische Seite der geplanten Anlage ein: Beim angedachten Werk in Waghäusel würde es sich um eine sog. hydrothermale Geothermieanlage handeln. Aufgrund der geringeren Bohrtiefe sei diese nicht mit älteren, problematischen Anlagen wie denen in Landau zu vergleichen. Da moderne Anlagen mit umfangreicher Sensorik ausgestattet seien, um Grundwassergefährdung und Erdbewegungen zu erkennen, sei das Risiko moderner Anlagen ausgesprochen gering, so Heiler.

Birgit Schwegle von der Umwelt- und Energieagentur des Kreis Karlsruhe betonte die Wichtigkeit von Geothermie für die Erreichung des 1,5 Grad-Ziels: „Ohne Tiefengeothermie ist die Energiewende im Landkreis nicht leistbar!“ Gemeinsam mit ihrer Agentur unterstützt sie Kommunen bei der Umsetzung von Wärmenetzen, die an eine Geothermieanlage angeschlossen werden und präsentierte verschiedene Betriebsmodelle. Auch eine genossenschaftliche Beteiligung, durch die Gewinne nachhaltiger Energieprojekte den Bürger*innen zugutekommen, seien denkbar.

Uns hat die Diskussion gezeigt: Aufklärung und Bürgerbeteiligung ist bei der Realisation von Großprojekten notwendig. Eine Energiewende vor Ort kann nur mit den Bürger*innen gelingen. Wir werden die mögliche Realisierung einer Geothermieanlage in Waghäusel weiter konstruktiv begleiten und uns dafür einsetzen, dass Risiken stets bestmöglich ausgeschlossen werden und durch genossenschaftliche Modelle die Energiewende dem Gemeinwohl zugute kommt.

Andreas Stoch zu den Forderungen des DGBs

„Die SPD teilt und unterstützt die Kernanforderungen und Schwerpunktsetzung des DGBs für eine neue, sozialere und nachhaltigere Landespolitik. Wir schaffen den Wandel nur gemeinsam mit den Beschäftigten,“ so SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch zum Forderungskatalog der DGB an eine neue Landesregierung.

Kreis-SPD kritisiert Bundes-Kommission der Caritas 

Sie wurden beklatscht, als Helden bezeichnet und mit einer Einmalprämie für Ihren Einsatz in der Pandemie entlohnt: die Pflegekräfte. Verbände und auch die Politik stellten in den letzten Wochen die Forderungen, dass die Pflege deutlich besser entlohnt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden müssen. 

In der Öffentlichkeit nicht ganz so präsent waren die Bemühungen der Gewerkschaft ver.di und der Bundesvereinigung Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP). Diese wollten einen Tarifvertrag durch das Bundesarbeitsministerium per Rechtsverordnung für allgemeinverbindlich erklären lassen. Die Allgemeinverbindlichkeit wurde möglich durch das Pflegeentlohnungsverbesserungsgesetz, welches Ende 2019 im Bundestag verabschiedet wurde. „Dieses Gesetz sah jedoch vor, dass die Religionsgemeinschaften zwingend zu beteiligen sind“, bedauert SPD-Kreisvorsitzender Christian Holzer.  Denn damit sind Diakonie und Caritas das Zünglein an der Waage.  

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