Am 22. Juli schien nicht nur die Erde still zu stehen, sondern die schrecklichen Ereignisse, die sich an diesem Tag in Norwegen zugetragen haben, ließen auch unsere Herzen stillstehen. Unab-hängig der politischen Orientierung waren Trauer und Anteilnahme über ein Ereignis, dass man nicht verstehen kann und will, nicht nur in Deutschland und Europa, sondern weltweit spürbar.
An nur einem Tag wurde das Leben von 76 Menschen ausgelöscht und was besonders schmerzt, das Leben von vielen Jugendlichen. Junge Menschen, die ihr Leben noch vor sich hatten, die vielleicht von der großen Liebe, einer beruflichen Karriere oder politischem Erfolg träumten…. und doch fast noch Kinder waren. Wir sehen die Bilder von jenen, die erwartungsvoll, voller Freude und mit einem Lächeln in die Zukunft blicken und spüren die bittere Erkenntnis, dass es diese Zukunft nicht gibt. — Wir denken an die Eltern, die das Wichtigste in ihrem Leben verloren. Eltern, die ohne sich ver-abschieden zu können, ihre Kinder zu Grabe zu tragen müssen.
Dass Licht und Schatten eng beieinander liegen, zeigt jedoch auch diese Tat, die scheinbar kein Licht erkennen lässt. Es ist die Liebe einer ganzen Nation, die den Angehörigen Stärke gibt. Der Hass eines Einzelnen, überleuchtet von der Liebe des norwegischen Volkes. Eine Haltung, die uns sehr berührt, Anerkennung und Bewunderung abverlangt. Mit dem Land und den Opfern stehen wir in tiefer Verbundenheit und Solidarität.
Für die Juso AG Ettlingen: Patrick Diebold, Vorsitzender


