Alexandra Nohl für die SPD-Fraktion
Werte Anwesende,
wir bedanken uns herzlich bei Herrn Scherzinger für seinen Vortrag und bei Tom Naumann sowie dem gesamten Team für die engagierte Arbeit in einem Bereich, der zentral für unser Zusammenleben ist: der kulturellen Bildung.
Die vorgestellten Maßnahmen und Angebote zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie ein gelungenes Miteinander über Gemeindegrenzen hinweg funktioniert – für eine bunte, vielfältige und inklusive Stadt. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spaltung zunimmt, ist es von unschätzbarem Wert, Räume zu schaffen, in denen Menschen unterschiedlichster Herkunft und Lebensrealitäten gemeinsam lernen, gestalten und sich entwickeln können.
Bildung – und das betonen wir mit Nachdruck – darf nicht dem Rotstift zum Opfer fallen. Das gilt auch und besonders für die kulturelle Bildung. Als Schulleiterin sehe ich tagtäglich, wie wichtig insbesondere der Kunstbereich ist: Er erreicht Kinder aus allen sozialen Schichten, bietet kreative Ausdrucksmöglichkeiten und trägt wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Die Kooperationen mit Schulen sind hier ein besonders wertvoller Baustein – sie bringen Qualität, Teilhabe und Zugang auch für diejenigen, deren Elternhaus diesen Zugang nicht automatisch ermöglicht.
Das sogenannte Herrenberg-Urteil stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Während die Musik bereits systematisch gefördert wird, stellen sich nun vermehrt Fragen: Welche Rolle nimmt die Kunst ein? Wird sie gleichberechtigt behandelt? Und wie stellen wir sicher, dass wir uns diese Angebote auch künftig leisten können – unter fairen Bedingungen für alle.
Für die SPD-Fraktion steht fest: Der Zugang zu kultureller Bildung muss für alle offenbleiben – für Kinder wie für Erwachsene. Deshalb regen wir an, über eine sozial gerechte Staffelung der Beiträge nachzudenken. Gleichzeitig sollten wir offensiv für freiwillige Mehrbeiträge werben – bei denen, die es sich leisten können. Die Beitragsgestaltung sollte weiterhin im Kuratorium diskutiert werden – und dabei immer niederschwellig und sozial ausgewogen bleiben.
Wir danken allen, die sich in diesem Bereich engagieren. Ihre Arbeit ist nicht nur wichtig – sie ist unverzichtbar.
Vielen Dank