SPD: Oettinger drückt sich vor klaren Aussagen bei Ganztagesschulen

Veröffentlicht am 22.02.2006 in Landespolitik

Ute Vogt: „Oettinger macht kurz vor der Wahl ein Versprechen nach dem anderen, bleibt aber so vage, dass nichts überprüft werden kann“

Die SPD wirft Ministerpräsident Oettinger beim Ausbau der Ganztagesschulen unseriöse und nicht nachprüfbare Versprechungen vor. Die heutige Ankündigung zusätzlicher Lehrerstellen sei sehr vage gehalten und auch die Frage nach der zugrunde liegenden Berechnungsgrundlage hätten Oettinger und Rau unbeantwortet gelassen.

Angesichts der zahlreichen Kehrtwendungen der CDU beim Thema Ganztagesschulen bleibe deshalb der Verdacht, dass viele der schönen Versprechungen nach der Wahl wieder dem Rotstift oder der ideologischen Blockadehaltung der CDU zum Opfer fallen. Ute Vogt, SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin: „Oettinger macht kurz vor der Wahl ein Versprechen nach dem anderen, aber kein einziges davon ist seriös durchdacht oder durchgerechnet.“ Dieser Verdacht werde zusätzlich bestärkt durch die sehr lange Zeitspanne, die die Landesregierung für den Ausbau der Ganztageschulen einplane. Angesichts des enormen Nachholbedarfs an Ganztagsschulen gerade in Baden-Württemberg seien die von Oettinger heute angekündigten 1.840 Lehrerstellen in neun Jahren eine Zumutung. „Wir brauchen rasche Verbesserungen an den Schulen jetzt, und nicht erst in neun Jahren“, so Vogt. Gerade die G8-Gymnasien seien de facto schon heute Ganztagesschulen, denen die Landesregierung aber nach wie vor die notwendigen personellen und räumlichen Ressourcen verweigere.

 

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