Wege zur Eindämmung: Jugendkriminalität Brauchen wir „härtere“ Strafen?

Veröffentlicht am 26.10.2008 in Bundespolitik
Eröffnung von MdB Jörg Tauss mit Podiumsteilnehmern
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Wege zur Eindämmung:
Jugendkriminalität
Brauchen wir „härtere“ Strafen?

Unter diesem Titel fand am 01. Oktober 2008 eine Informationsveranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion in der Turmbergschule in Weingarten statt

Auch wenn die aufgeregte öffentliche Diskussion zum
Thema „Jugendstrafrecht“ nach den hessischen Landtagswahlen
wieder abgeklungen ist, führt jeder spektakuläre weitere Fall mit jugendlichen Kriminellen zu neuen populistischen Forderungen. Die Öffentlichkeit wird dabei auch durch Berichterstattungen in der Boulevardpresse zusätzlich verunsichert.

Deshalb diskutierte MdB Jörg Tauss jenseits aktueller Debatten das Thema mit Fachleuten, um insbesondere die Diskussion über das Jugendstrafrecht, „Jugendcamps“ etc. zu versachlichen und dabei auch erfolgreiche Lösungsansätze vorstellen. Mit von der Partie waren Michael Weiß, Leiter des Heinrich - Wetzlar-Hauses Stutensee – eine Einrichtung zur Vermeidung von U-Haft bei straffällig gewordenen Jugendlichen, Dr. Udo Pawlitscha, Jugendrichter des Amtsgerichtes Pforzheim, Christiane Hecht-Abt, Jugendgerichtshilfe Landratsamt Karlsruhe, Katrin Isele, neue Jugendsozialarbeiterin an der Weingartener Turmbergschule und Vertreter örtlicher Vereine. Die Moderation der Podiumsdiskussion lag in Händen von Wolfgang Wehowsky, dem Vorsitzenden des hiesigen Ortsvereins.

Die SPD-Bundestagsfraktion setzt sich seit Langem – so Jörg Tauss in seiner Begrüßung - für eine präventiv angelegte Jugendpolitik ein, die die vielfältigen Ursachen von Jugendkriminalität an der Wurzel bekämpft. Denn weniger das Strafrecht als vielmehr die gesamte Gesellschaft bis hin zur Bildungspolitik ist herausgefordert, das Abgleiten junger Menschen in die Kriminalität zu verhindern.

Ergebnis der engagiert geführten Diskussion zwischen den Fachleuten, an der sich auch zahlreiche Teilnehmer aus dem Publikum beteiligten, war die einmütige Überzeugung, dass härtere Strafen nur das Gegenteil von dem erreichen, was sozialtherapeutisch angezeigt ist. Prävention (!), Aufklärung und Beratung der Eltern sowie Beteiligung der Erziehungsberechtigten an den einzelnen Schritten zur Wiedereingliederung straffällig gewordener Jugendlicher in die Gesellschaft einschließlich einer aktiven Schulsozialarbeit sind die Schlüssel zur Vermeidung zunehmender Jugendgewalt. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die Sportvereine, die den Jugendlichen die notwendige Selbstbestätigung und eventuell fehlendes Verantwortungsbewusstsein „spielend“ vermitteln können.

 

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