SPD im Bürgerdialog

Veröffentlicht am 05.08.2013 in Pressemitteilungen

So heiß wie die derzeitigen Temperaturen läuft der Wahlkampf für die Bundestagswahl am 22. September noch nicht. Die SPD hat immerhin schon einen ersten Schritt getan. Mit Vanessa Rieß schickt sie eine Lokalmatadorin ins Bundestagswahlrennen. Am Samstagmorgen hatte die Jöhlingerin unter dem Motto „Wo drückt der Schuh?“ mit Unterstützung etlicher Brettener und Oberderdinger Genossen ihren Wahlkampfstand beim Marktplatzbrunnen aufgebaut. Dass die angekündigte Dialogbox den Weg nach Bretten nicht gefunden hatte, machte sich kaum bemerkbar. Die SPD hatte sich mit nicht weniger knalligen, roten Sonnenschirmen beholfen, die nicht weniger guten Dienst leisteten und die Aufmerksamkeit der Passanten auf die Wahlkämpfer lenkten. Eingeladen wurden sie zum sogenannten „Bürgerdialog“. Über fünf Projekte konnte abstimmen, wer an den Stand der SPD kam. Dass dort immer rege Geschäftigkeit herrschte, dafür sorgten die Genossen selbst, die sich unters Einkäufervolk mischten und zur Teilnahme am Bürgerdialog aufforderten. An vorderster Front natürlich die Kandidatin. An die Angel ging ihr Cihangir Erginos. Er fand es gut, „wenn man nicht so politisch interessiert ist, dass man hier leicht Informationen bekommen kann. „Und sie können gleich noch die Bundestagskandidatin kennenlernen“, ergänzte eine strahlende Vanessa Rieß. Weniger Glück hatte sie Augenblicke später mit ihrem lauten „Möchten sie vielleicht mit abstimmen bei der Bürgerbefragung?“ Das vermeintliche Opfer eilte mit einem energischen „Nein“ schnellen Schrittes und mit ablehnender Miene rasch weiter. „Da bist zu an den falschen geraten. Von ihm kriegen wir keine Stimme“, klärte Renate Knaus Vanessa Rieß auf, die sich mit Gerd Bischoff ausgerechnet an einen politischen Gegner versucht hatte. Jonas Baganz und Tamina Hommer, aus Oberderdingen zur Unterstützung herbeigeeilte Jusos, machten zwar auch hin und wieder diese Erfahrung, zeigten sich jedoch überwiegend positiv gestimmt: „An der Bürgerabstimmung wollen sich viele beteiligen, das ist interessant“, war die Beobachtung von Tamina Hommer, die im Gegensatz stehe zu der sonstige Politikverdrossenheit. Jonas Baganz sah dies ähnlich: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Brettener so aufgeschlossen reagieren“, lautete sein Resümee und er stellte fest: „Das Vertrauen in die Politik ist nicht ganz weg.“ Für die routinierte Wahlkämpferin Renate Knauss war sowieso das Ziel klar: „Am 22. September will ich in Berlin eine andere Regierung haben ohne die Beteiligung von Merkel. Dafür tue ich alles, weil wir ein besseres Programm haben.“        

NadR  05.08.2013

 

 

 

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