Programm für Gemeinderats- und Kreistagswahl verabschiedet
Programm für Gemeinderats- und Kreistagswahl verabschiedet
Eingangs bedankte sich der Vorsitzende Jürgen Amend bei den 14 Kandidatinnen und Kandidaten, die sich bereit erklärt hatten, auf der Liste der SPD in die Gemeinderatswahl zu ziehen. Er betonte dies besonders, weil der Ortsverein nicht weniger als sieben Plätze neu zu besetzen hatte. Eine Liste, die alle Altersgruppen und gesellschaftlich relevanten Gruppen, die Sachkompetenz und Lebenserfahrung abdecke. Mit Jürgen Amend und Ute Adler treten zwei der bisher drei Gemeinderäte wieder an. Die Schlussfolgerung von Amend: „Wir sind gut aufgestellt!“ Persönlichkeiten seien wichtig, aber ebenso die Ziele, für die sie stünden. Darin waren sich die Mitglieder einig. Schließlich träte man an, um Gondelsheim in seiner Selbstständigkeit zu stärken und als attraktive Gemeinde auszubauen. Diese Vorgaben haben die Kandidaten in mehreren Arbeitssitzungen zu einem Programm geformt, das unter dem Slogan „Bewährtes erhalten – Zukunft gestalten“ nun vorgestellt und einstimmig verabschiedet. Mit acht Leitthemen wird die SPD Gondelsheim in den Wahlkampf ziehen: Die Lärmbelästigung auf der B35 hat durch den Mautausweichverkehr erheblich zugenommen. Die Wohnqualität wird damit vielfach beeinträchtigt. Mit der Forderung nach einem Tempolimit auf der B35 wollen die Sozialdemokraten Abhilfe schaffen. Immer mehr Jugendliche suchen auch außerhalb der etablierten Einrichtungen der Vereine und Kirchen nach sozialem Umgang. Eine Antwort darauf könnte die Einrichtung eines Jugendtreffs sein. Gleichzeitig kommen den örtlichen den Vereinen weiterhin wichtige Aufgaben im Bereich der Kultur, des Sports und auf sozialem Gebiet zu. Mit der Forderung nach dem Erhalt der Vereinsbezuschussung und nach Möglichkeit einer Erhöhung für den Kinder- und Jugendbereich soll diesen Aufgaben Rechnung getragen werden. Das Gewerbegebiet „Altenwingert“ ist nahezu belegt. Ein weiteres Gebiet, soll nach der Intention der SPD dafür sorgen, auch zukünftig Handel, Dienstleistungen und Gewerbe in Gondelsheim ansiedeln zu können. Auf vehemente Kritik der Mitglieder stieß die Bildungspolitik des Landes Baden-Württemberg. Die SPD sieht den Schulstandort Gondelsheim durch Stuttgarter Entscheidungen in großer Gefahr. Konkret droht der Verlust der Werkrealschule, befürchtet wird aber auch der Verlust der Hauptschule. Die Gondelsheimer SPD wehrt sich, dass intakte, gute Landschulen zerschlagen und in Städten große unübersichtliche Schulmoloche errichtet werden sollen. Als Antwort darauf fordert der Ortsverein längeres gemeinsames Lernen an der Grundschule und den Ausbau der Kraichgauschule zur Ganztagesschule. Im Bereich der Kleinkinder- und Kinderbetreuung muss seitens der Gemeinde Gondelsheim noch stärker auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hingearbeitet werden. Gleichzeitig müssen diese Einrichtungen schon frühzeitig dort mit der Förderung beginnen, wo Defizite erkennbar sind. Mit der Forderung nach einem Ausbau der Kleinkinder- und Kinderbetreuung und einer verbesserten Betreuung soll diesem Aspekt Rechnung getragen werden. Ein Verbot des Anbaus von gentechnischem Saatgut auf kommunalen Flächen sowie der Wunsch nach einem nachhaltigen ausgeglichenen Haushalten, möglichst ohne neue Verschuldung waren die beiden letzten verabschiedeten Leitthemen der örtlichen SPD. Zustimmung fand auch das von Bürgermeister und Kreisrat Markus Rupp federführend erstellte Programm für den Kreistagswahlkampf. Eine Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem, die Stärkung der Schulen in Bretten sowie in Gondelsheim gehörten ebenso zum Forderungskatalog von Rupp wie der Ausbau der Schulsozial- und Jugendarbeit. Nachdem es gelungen sei, eine Privatisierung der Rechbergklinik zu verhindern, gelte es nun, ein neues, zeitgemäßes Krankenhauses in Bretten zu bauen. Eine bürgerfreundliche Verbreiterung der Angebotspalette durch Aufwertung der Kfz-Zulassungsstelle Bretten zu einem Landkreis-„Bürgerbüro“ mit qualifiziertem und gut ausgestattetem Personal wird gemeinsam den SPD-Kreistagskandidaten getragen. Wie stark Kreispolitik eine Gemeinde mitgestalten kann, kann man in Gondelsheim mit der innerörtlichen Beseitigung des Bahnübergangs sehen. Sie wurde erst durch neue Planungen des Landkreises möglich gemacht. Deren Umsetzung wird auch von Kreis finanziell getragen. Auch die Anbindung der beiden Kreisstraßen nach Obergrombach und Jöhlingen an die B 35 in Gondelsheim und der Bau einer Stadtbahnhaltestelle „Süd“ in Gondelsheim steht auf Rupps Agenda für 2009 - 2014.
Homepage SPD-OV Gondelsheim
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