SPD-Antrag: Fair-Trade-Kommune Forst

Veröffentlicht am 21.09.2021 in Gemeinderatsfraktion

In Forst gibt es bereits einige Initiativen und Vereine sowie viele Bürgerinnen und Bürger, die sich für fair gehandelten Produkte einsetzen bzw. diese konsumieren, ebenso Geschäfte, die diese anbieten. Das finden wir großartig, wir sind der Meinung, dass dieses Engagement Wertschätzung erfährt und zusätzlich Rückenwind erhält, wenn auch die Gemeinde sich hier beteiligt. Seit 2009 können sich Kommunen in Deutschland um den Titel Fair-Trade-Town bewerben.

Diese Kampagne soll fairen und nachhaltigen Konsum in der Gemeinde weiter vereinfachen und fördern. Zur Erlangung des Titels sind bestimmte Kriterien erforderlich, wie eine bestimmte Anzahl von Geschäften, in denen fair gehandelte Produkte angeboten werden, oder die Verwendung fair gehandelter Produkte in öffentlichen Einrichtungen. Der Kommune käme die Aufgabe zu, die verschiedenen Akteure, die sich in diesem Bereich engagieren, zu vernetzen und die Zusammenarbeit anzustoßen. Viele Städte und Kommunen in Baden-Württemberg, auch im Landkreis Karlsruhe, sind bereits Fair-Trade-Towns oder bewerben sich dafür.

Die Kriterien, Fair-Trade-Town zu werden, könnte die Gemeinde Forst in unseren Augen leicht erfüllen. Wir halten eine Beteiligung an dieser Kampagne für ein wichtiges Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger, dass die Kommune auch in diesem Bereich ein positives Statement zum fairen Handel abgibt und eine Vorbildfunktion einnimmt. Auch sehen wir die verbindende Funktion, die sich aus dem gemeinsamen Engagement ergibt.

Unterstützung für diesen Antrag erhielten wir von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Die Mehrheit im Rat lehnte unseren Antrag leider ab und folgte dem Vorschlag der Gemeindeverwaltung, fair gehandelte Produkte auf freiwilliger Basis zu beschaffen, also den Status quo aufrecht zu erhalten. Ärgerlich in diesem Zusammenhang war für uns, dass die hierzu erstellte Beschlussvorlage der Gemeindeverwaltung einen Rechenfehler enthielt und damit im Vorfeld womöglich die Haltung des einen oder anderen Gemeinderates beeinflusst hat, nämlich dass 2-3 Stunden wöchentliche Arbeit der Gemeindeverwaltung (die für Fair-Trade-Town angefallen wären) 0,3 Stellenanteilen und damit 12 000 Euro im Jahr entsprechen würden. Richtig berechnet handelt es sich um 0,075 Stellenanteile und damit nur 3000 Euro – ein Betrag, den wir für richtig investiert halten.

 
 

Homepage SPD-Ortsverein Forst/Baden