Bei der Vorstandssitzung der SPD Pfinztal am 7. Juli in Wöschbach standen auch aktuelle landespolitische Themen auf der Tagesordnung.
Diskutiert wurde insbesondere über die Ankündigung der Kultusministerin (Grüne) mehr als die Hälfte der angehenden Lehrkräfte an allgemeinbildenden Gymnasien nicht übernehmen zu wollen. Für 1287 Bewerberinnen und Bewerber gibt es nur 519 Stellen an einem Gymnasium. „Das ist ein Armutszeugnis für die grün-schwarze Landesregierung“, waren sich alle Anwesenden einig. Ist es doch noch nicht lange her, da warb Baden Württemberg um Quereinsteiger ins Lehramt. Nun gibt es - zumindest am Gymnasium - keinen Job für viele der gut ausgebildeten Nachwuchskräfte. Aber nicht nur die Nachwuchskräfte werden im Stich gelassen, auch die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern. Denn schon heute gibt es einen massiven Unterrichtsausfall.
Mehr als jede zehnte Stunde findet nicht wie geplant statt. Deshalb macht sich die SPD Baden-Württemberg mit ihrem Landesvorsitzenden Andreas Stoch für eine Unterrichtsgarantie stark. Dafür werden schon heute alle verfügbaren Lehrkräfte benötigt. Außerdem steht auch jetzt schon fest, dass in einigen Jahren weitere Lehrkräfte für den Aufbau des 9-jährigen Gymnasiums und als Ersatz für die zahlreichen in Pension gehenden Fachkräfte benötigt werden. Deshalb muss jede neu ausgebildete Lehrkraft mit einem Job an einer Schule in Baden-Württemberg versorgt werden. Sollte sich die Einstellungspolitik der Landesregierung nicht ändern, ist die Gefahr groß, dass ein nicht unerheblicher Teil der Nachwuchskräfte in andere Bundesländer abwandert oder sich beruflich umorientiert.


