Nachdem die Zahl der Asylsuchenden in den letzten Jahren konti-nuierlich sank, steigt sie auf Grund der vielen aktuellen Kriege, Krisen-herde und existenziellen Probleme, nicht zuletzt hervorgerufen durch den Klimawandel, wieder deutlich an.
Für die Unterbringung der Flüchtlinge sind die Kommunen zuständig. Auch Ettlingen ist über den Landkreis angefragt und
stellt sich dieser Aufgabe. Gut ist aber, dass der Gemeinderat in großer Gemeinsamkeit mit OB Arnold und der Verwaltung die Rahmenbedingungen hierfür selbst festlegte. Durch die Beschränkung auf eine Belegung mit max. 42 Menschen (inklusive Kinder) des zur Verfügung stehenden Hauses sind sie besser als das, was der Gesetzgeber bisher als angemessen ansieht (4,5 m2 Wohn-/Schlaffläche pro Person; für einen größeren Hund sind mind. 11 m2 vorgeschrieben.) Auch soll ein weiterer kleiner Aufenthaltsraum geschaffen und der Außenbereich begrünt werden.
Ettlingen hat den Willen, den Menschen, die ab Januar aus unter-schiedlichen Ländern und Kulturen zu uns kommen und eine schwere Zeit hinter sich haben, offen und menschlich zu begegnen: Denn sie haben nicht nur den Verlust der Heimat zu verarbeiten, sondern oft auch Verfolgung und Gewalt. Und sie wissen oftmals lange nicht, ob sie in Deutschland wirklich bleiben dürfen. Unser Dank gilt deshalb allen Bürgerinnen und Bürgern und sozialen Organisationen, die die Flüchtlinge in dieser Zeit – seien es wenige Wochen oder Monate – begleiten und unterstützen werden.
Für die SPD – Fraktion
Helma Hofmeister, Fraktionsvorsitzende