
Auf der aktuellen Tagesordnung des Gemeinerats stehen mehrere Themen, die einen Kommentar an dieser Stelle verdienten, u.a. Entwicklung der Ganztagesschule und Antrag auf Fördermittel, eine Zuschussreduzierung fürs „Specht“, ein weiteres neues gärtnerbetreutes Grabfeld…, …
Aufgreifen möchte ich – weil es alle Bürger angeht – den TOP 1: Die Investition von rd. 3 Mio. Euro in den Windpark „Baltic“ in der Ostsee. Ein wichtiger Schritt unserer Stadtwerke in eine Beteiligung an der erneuerba-ren Energieform und zugleich der eigenen Zukunftssicherung. Zusammen mit anderen Stadtwerken stehen sie nun mit einem, wenn auch noch ver-gleichsweise kleinem, „ersten Bein“ auf der Erzeugerseite. Erwähnenswert ist, dass Aufsichtsrat und Gemeinderat den Beschluss hierzu auf Em-pfehlung des Geschäftsführers der Stadtwerke, Eberhard Oehler, im April 2010 fassten, ohne – wie andere Gremien und Parteien – erst durch die Katastrophe in Fukushima zum Umdenken gezwungen zu werden.
Eins ist aber auch klar: Weitere Schritte müssen folgen, vor allem in eine regionale Energieerzeugung. Denn die Zukunft „ohne Strom aus Atom“ lässt sich weder durch das Preisdiktat der Großkonzerne noch deren Hang zur Gewinnabschöpfung bewältigen, sondern nur durch partner-schaftliches Zusammenwirken aller Beteiligten. Das gilt für den Ausbau überregionaler Stromnetze ebenso wie für die regenerative Energieer-zeugung. Das Wichtigste aber, eine deutlich spürbare Energieeinsparung, ist nur zusammen mit den Verbrauchern – uns allen – zu erreichen.
Für die SPD-Fraktion: Helma Hofmeister, Fraktionsvorsitzende


