Besuch in der Kläranlage

Veröffentlicht am 15.05.2008 in Pressemitteilungen

Sulzfelder SPD Ortsverein informierte sich über die Reinigung des Abwassers in Flehingen

Bei einem der politischen Gesprächskreise des letzten Jahres lud der SPD-Ortsverein Sulzfeld interessierte Bürger ein, sich die Frischwasserversorgung der Gemeinde in der Pumpstation und dem Hochbehälter etwas näher anzuschauen. An diesen Ausflug knüpften die Genossen jetzt an und zeigte den Bürgern, was mit dem Wasser
Geschieht, nachdem es genutzt wurde.
Der Ausflug in die Verbandskläranlage Oberer Kraichgau bei Flehingen brachte den zahlreichen Teilnehmern nicht nur den Weg der Reinigung des Wassers näher, sondern sie sahen auch direkt vor Ort, wozu die Abwassergebühren genutzt werden. Betriebsleiter Bernd Dickemann begrüßte die Delegation aus Sulzfeld in der Anlage und erläuterte die Geschichte des Abwasserzweckverbands. In der 1978 gebauten Kläranlage wird das Wasser der Gemeinden
Oberderdingen, Flehingen, Zaisenhausen, Sulzfeld, Bauerbach, Kürnbach und Sternenfels gereinigt. Mittels einer Kamera ist es möglich, ein Auffangbecken auf Sulzfelder Gemarkung von der Kläranlage aus zu überwachen und die dortigen Schieber zu öffnen und zu schließen.
Kompost oder Brennstoff fürs Kraftwerk
Bernd Dickemann, der seinen Dienst seit 30 Jahren versieht, ist 24 Stunden am Tag in Bereitschaft. Dickemann berichtete, das Abwasser komme, egal wie kalt es draußen ist, nie unter 8 Grad Celsius in der Kläranlage an. In einem Bioreaktor wird Kompost erzeugt, der kostenlos bei der Kläranlage abgeholt werden kann und der das Wasser wie ein Schwamm hält, was häufiges Gießen überflüssig macht. Auch werden die Überbleibsel der Kläranlage in Kraftwerken verbrannt.
Nach einer Führung zu den Stationen der Anlage wie dem Rechenhaus, wo die groben Bestandteile des Abwasser herausgefischt werden, und dem Belebungsbecken, dem Herzstück der Anlage, wo Bakterien kräftig am Fressen sind und somit für reines Wasser sorgen, übergab Bernd Dickemann die Gruppe an seine Frau Rita, die das Labor leitet. Unter dem Mikroskop konnten die Besucher zwei Glockentierchen beobachten, die in einer der stündlich gezogenen Proben schwammen.
Bei einer Vorführung sahen die Besucher, dass sie sich auf historischem Boden befinden: Bei Ausgrabungsarbeiten für ein Nachklärbecken war man auf Überreste einer römischen “Villa Rustica“ gestoßen.

BNN 15.05.08

 

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