Drei blaue Wasserspender ergänzen seit einigen Wochen das Stadtbild. Über die Trinkwasserbrunnen ist seitdem viel gesprochen worden: Braucht man das wirklich? Und warum ist einer der Automaten am Wiesentaler Marktplatz schon wieder abgesperrt?
Zugegeben: Einen Designpreis gewinnen die Brunnen wohl nicht – dafür sehen sie ein wenig zu „praktisch“ aus. Und das sind sie bei näherer Betrachtung auch: Egal ob gegen den Durst beim Sport im Freien, z.B. Laufen oder Radfahren, oder bei der Suche nach Abkühlung beim Gang nach draußen an heißen Tagen – öffentliche Trinkwasserbrunnen schaffen Abhilfe und Abkühlung – und die können wir dringend brauchen: Da wir künftig wegen des Klimawandels immer häufiger extreme Sommertage erleben werden, ist unsere Stadt gefordert, etwas gegen die (gefühlte) Hitze zu unternehmen – das will sogar das Gesetz: Unsere SPD-geführte Bundesregierung hat schon 2023 das Wasserhaushaltsgesetz an eine EU-Richtlinie angepasst und so den Weg frei gemacht für mehr Trinkwasserbrunnen im öffentlichen Raum.
Seitdem sprudelt es also deutschlandweit – und nun auch in Waghäusel. Das Wasser aus den öffentlichen Spendern kann übrigens bedenkenlos getrunken werden – Leitungswasser ist das wohl am strengsten überwachteste Lebensmittel. Auch für öffentliche Trinkwasserbrunnen bestehen strenge Vorgaben, was Hygiene und Kontrolle angeht.
Umso ärgerlicher, dass es sich in Wiesental schon wieder ausgesprudelt hat. Statt kühlem Nass gibt’s hier nur rot-weißes Flatterband um den Automaten. Wir sind der Sache auf dem Grund gegangen und haben aus dem Rathaus erfahren: Hier war ein Autofahrer wohl noch nicht auf den neuen Brunnen eingestellt – und ist kurzerhand dagegen gefahren. Die gute Nachricht: Die Reparatur ist schon beauftragt – der Brunnen dürfte also bald wieder funktionieren.
Unser Fazit: Gerade an heißen Tagen sind die Brunnen sind eine „coole Sache“. Ein vierter Spender am Rathaus würde das Angebot sinnvoll ergänzen.


