„Lasst die Schule in Gondelsheim“
SPD Gondelsheim sieht Schulstandort gefährdet
„Lasst die Schule in Gondelsheim“
SPD Gondelsheim sieht Schulstandort gefährdet
Sehr geehrte Abgeordnete des Landtags Baden-Württemberg im Wahlkreis Bretten,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Rupp,
ein Thema, das in Gondelsheim wie in vielen anderen kleineren Gemeinden ganz oben auf der Tagesordnung steht, ist die Frage der Beibehaltung der Schulstandorte.
Mit dem vorliegenden Konzept der Werkrealschulen bedroht die CDU/FDP-Landesregierung die Existenz der einzügigen Kraichgauschule Gondelsheim im Hauptschulbereich. Schließlich sollen nur mindestens zweizügige Hauptschulen Werkrealschule bleiben können. Die Landesregierung lässt damit den einzügigen Hauptschulstandort Gondelsheim am langen Arm verhungern.
Was wären die Folgen?
Eine wohnortnahe Schule für die Schülerinnen und Schüler in Gondelsheim würde verschwinden. Ab dem
5. Schuljahr müssen dann weitere Wege in Kauf genommen werden, das Stadt-Land-Gefälle wird so auch in der Schulstruktur noch deutlicher werden.
Bildung würde nur noch in Städten wie in Bretten stattfinden, nur noch in Schulmolochen mit hohen Schülerzahlen und den damit verbundenen Problemen auch im sozialen Bereich, die man längst an solchen Standorten beobachten kann. Die Haupt- und Werkrealschule in Gondelsheim in ihrer derzeitigen Form stellt hier geradezu das idealtypische Gegenteil dar.
Ganztagesschulen dürfen auf Anordnung des Kultusministeriums an einzügigen Schulstandorten nicht eingeführt werden, sondern nur an mindestens zweizügigen Schulen, also Werkrealschulen. Auch damit wird Gondelsheim eindeutig abgewertet.
Finanzielle Mittel in Millionenhöhe, die in den letzten Jahren von der Gemeinde Gondelsheim und dem Land
Baden-Württemberg in die Kraichgauschule investiert wurden, wären sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Leerstand in der Kraichgauschule die Folge.
Machen wir uns nichts vor: Die Werkrealschule wird auch nach der Reform nicht zukunftsfähig sein, denn an den Problemen des dreigliedrigen Schulsystems ändert sich dadurch nichts. Der Schülerrückgang der bisherigen Hauptschulen/Werkrealschulen wird sich fortsetzen.
Wir Gondelsheimer Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten wehren uns gegen den Untergang des Schulstandortes. Wir wollen längeres gemeinsames Lernen mindestens bis zur 7. Klasse und eine Schule aus einem Guss, aber keine Pseudo-Reformen auf dem Rücken der Kinder.
Aus diesem Grund ist die Position des SPD Ortsvereins Gondelsheim und seiner Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahl klar. Wir sehen mit der Einführung der „neuen“ Werkrealschule die Chance für eine grundsätzliche Reformierung des Schulsystems in
Baden-Württemberg gefährdet. Ziel muss sein, den Schülern ein längeres gemeinsames Lernen, ohne frühzeitige leistungsbegründete Trennung zu ermöglichen und grundsätzlich zehn Schuljahre für alle Schüler anzubieten, mit der Möglichkeit einen echten Realschulabschluss zu erlangen. Wir fordern die Sicherung der Gondelsheimer Schule und ihren Ausbau zu einer Ganztagesschule, als eine sichere und wohnortnahe Schule für Gondelsheimer Kinder und Jugendliche.
Der Gesetzesentwurf zur Einführung der Werkrealschule soll vor der Sommerpause im Landtag Baden-Württemberg verabschiedet werden. Die SPD Gondelsheim fordert Sie, liebe Abgeordnete des Wahlkreises Bretten, dazu auf, gegen diesen Entwurf und damit für den Erhalt des Schulstandortes Gondelsheim zu stimmen.
Jürgen Amend,
Vorsitzender des SPD Ortsvereins Gondelsheim
Homepage SPD-OV Gondelsheim
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